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	<title>Redaktionsbüro Sabine Fisch &#187; HIV</title>
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	<description>Medizinjournalistin und Moderatorin</description>
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		<title>HIV-Infektionen gehen weltweit zurück</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 09:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Vergleich zum Jahr 2001 lag die Zahl der Neu-Infizierten mit 2,7 Millionen im vergangenen Jahr um etwa 17 Prozent niedriger. Das geht aus dem Bericht der Organisationen UNAIDS und WHO aus Anlass des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember hervor. Lesen Sie hier mehr darüber.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Vergleich zum Jahr 2001 lag die Zahl der Neu-Infizierten mit 2,7 Millionen im vergangenen Jahr um etwa 17 Prozent niedriger. Das geht aus dem Bericht der Organisationen UNAIDS und WHO aus Anlass des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember hervor. Lesen Sie <a href="http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/default.aspx?sid=577932" target="_blank">hier </a>mehr darüber.</p>
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		<title>Frauen lesen gegen AIDS</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 09:48:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 8. November findet in Wien eine Benefizlesung zugunsten von AidspatientInnen statt. Alle Informationen dazu finden Sie hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 8. November findet in Wien eine Benefizlesung zugunsten von AidspatientInnen statt. Alle Informationen dazu finden Sie <a href="http://www.netdoktor.at/nachrichten/?id=120861&amp;date=2009-10-29" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Sabine Fisch &#8211; Chefredakteurin von www.afsg.at</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 12:19:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit heute ist www.afsg.at &#8211; das Internetportal der Akademie für Sexuelle Gesundheit online.  Chefredakteurin dieses Webportal für Laien und ÄrztInnen ist Sabine Fisch. Wien, 14. Mai 2009 &#8211; Ein weiterer Service der „Akademie für sexuelle Gesundheit&#8221; ist das neue Webportal www.afsg.at, das ab dem heutigen Tag online ist. Interessierte sowie ÄrztInnen können sexualmedizinische Information auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute ist <a href="http://www.afsg.at">www.afsg.at</a> &#8211; das Internetportal der Akademie für Sexuelle Gesundheit online.  Chefredakteurin dieses Webportal für Laien und ÄrztInnen ist Sabine Fisch.<span id="more-260"></span></p>
<dl id="attachment_259" class="wp-caption alignleft""><dt><a href="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/sabine-fisch-afsg-pk-140509.jpg"><img class="size-full wp-image-259 " src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/sabine-fisch-afsg-pk-140509.jpg" alt="Sabine Fisch" width="355" height="532" /></a></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 365px">Sabine Fisch</dd></dl>
<p>Wien, 14. Mai 2009 &#8211; Ein weiterer Service der „Akademie für sexuelle Gesundheit&#8221; ist das neue Webportal www.afsg.at, das ab dem heutigen Tag online ist. Interessierte sowie ÄrztInnen können sexualmedizinische Information auf diesem Portal nachlesen. Betroffene sehen, welche ÄrztInnen in ihrer Nähe sich um ihre Sexualprobleme kümmern, welche Sexual-Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen es gibt. Weiters gibt es einen Veranstaltungskalender zu diesem Thema.</p>
<p>„Meine Aufgabe ist eine Website mit umfangreichen sexualmedizinischen Informationen für Ärztinnen, Ärzte und die Öffentlichkeit, die leicht verständlich sind. Damit wollen wir fundierte, nachvollziehbare und wissenschaftlich korrekte Information rund um das Thema Sexualität einem breiten Publikum nahe bringen&#8221;, erklärt Sabine Fisch, freie Medizinjournalistin und Redakteurin von www.afsg.at. „Verständlich, spannend und informativ soll das Portal der ‚Akademie für sexuelle Gesundheit&#8217; bald erste Anlaufstelle für alle Österreicherinnen und Österreicher sein, wenn es um Sexualität geht.&#8221;</p>
<p><strong>Sexmedpedia als Nachschlagewerk</strong><br />
Ganz neu wird das Internet-Nachschlagewerk Sexmedpedia sein. Einerseits sexualmedizinisches Nachschlagewerk für alle Interessierten, versorgt ww.afsg.at andererseits alle medizinischen Fachrichtungen mit sexualmedizinischen Informationen.</p>
<p>Das so genannte „Sexmedpedia&#8221; wird in Zusammenarbeit mit SexualforscherInnen aus aller Welt und den einzelnen Fachgesellschaften aufgebaut und mit neuesten sexualmedizinischen, praxisrelevanten Fakten versorgt. Einzigartig an diesem Projekt ist, dass nur Angaben auf die Website kommen, die auf offiziellen Studien basieren und somit wissenschaftlich untermauert sind.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Akademie für Sexuelle Gesundheit öffnet ihre Pforten</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 12:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wien, 14. Mai 2009 &#8211; Die neu gegründete „Akademie für sexuelle Gesundheit&#8221; (AfSG) bietet in enger Zusammenarbeit mit allen Fachgebieten der Medizin und Psychotherapie Seminare zum Thema Sexualität für die interessierte Öffentlichkeit an sowie eine sexualmedizinische Grundausbildung für ÄrztInnen, damit diese in ihrem Praxisalltag unbefangen und sicher mit dem Thema Sexualität umgehen können. Bilder zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wien, 14. Mai 2009 &#8211; Die neu gegründete „Akademie für sexuelle Gesundheit&#8221; (AfSG) bietet in enger Zusammenarbeit mit allen Fachgebieten der Medizin und Psychotherapie Seminare zum Thema Sexualität für die interessierte Öffentlichkeit an sowie eine sexualmedizinische Grundausbildung für ÄrztInnen, damit diese in ihrem Praxisalltag unbefangen und sicher mit dem Thema Sexualität umgehen können.<span id="more-257"></span></p>
<p>Bilder zur Pressekonferenz: <a href="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/pk-afsg1.wmv">Pressekonferenz Akademie für Sexuelle Gesundheit</a></p>
<p>„Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema Sexualität und habe bemerkt, dass es eine große Verunsicherung in der Bevölkerung gibt und eine hohe Nachfrage nach Hilfe&#8221;, erklärt Dr. Elia Bragagna, Gründerin der „Akademie für sexuelle Gesundheit&#8221; (AfSG) und zuletzt Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Sexualmedizin (ASSM). „Eine wirkungsvolle Hilfe kann es nur geben, wenn sowohl Betroffene als auch ÄrztInnen zu diesem Thema sensibilisiert und geschult werden. Viele ÄrztInnen wissen nicht, wie sie mit diesem Thema umgehen sollen, weil sie dazu nicht ausgebildet wurden&#8221;, so Dr. Elia Bragagna weiter.</p>
<p>Sexualmedizinische Grundausbildung für Ärzte<br />
Fast alle Krankheiten, aber auch psychosoziale Faktoren haben einen starken Einfluss auf das Sexualleben. Operationen und Medikamente lösen oft Sexualstörungen aus. Die ÄrztInnen müssen wissen, was zu tun ist und wie dem Betroffenen geholfen werden kann, wieder zur Sexualität zu kommen. Der mit Sexualstörungen einhergehende psychische Druck ist enorm und findet sein Ventil oft in Alkohol, Antidepressiva und</p>
<p>Medikamenten. Da ist ein hoher Handlungsbedarf von den ÄrztInnen erforderlich.</p>
<p>Der sexualmedizinische Wissensstand österreichischer ÄrztInnen hinkt dem tatsächlich medizinischen Wissen weit hinterher. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gibt es während des Medizinstudiums in Österreich keine sexualmedizinische Grundausbildung und auch keinen Ausbildungslehrgang zu diesem Thema. Aufgrund der starken Nachfrage nach einer Aus- und Weiterbildung auf diesem Gebiet, bietet die „Akademie für sexuelle Gesundheit&#8221; (AfSG) in Zusammenarbeit mit der „Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie&#8221; (DGSMT) ÄrztInnen ab September 2009 eine sexualmedizinische Grundausbildung an. Diese kann mit geringem zusätzlichen Aufwand neben dem Arbeitsalltag besucht werden. Über 50 ReferentInnen aus allen medizinischen Fachrichtungen stehen der „Akademie für sexuelle Gesundheit&#8221; zur Verfügung.</p>
<p>„Durch meine Arbeit bei ASSM habe ich gute Kontakte zu allen medizinischen Fachrichtungen. Als ich ReferentInnen für die AfSG suchte, war ich über die positive Resonanz meiner KollegInnen überrascht&#8221;, erklärt Dr. Elia Bragagna. „Das bestätigt mich darin, dass es höchste Zeit für diese sexualmedizinische Grundausbildung war.&#8221;</p>
<p>Die Grundausbildung ist von der Österreichischen Ärztekammer approbiert und mit DFP Punkten versehen. Sollten Absolventen des Grundkurses ein sexualmedizinisches oder sexualtherapeutisches Diplom anstreben, dann können sie das weiterführend bei der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Therapie (DGSMT) erwerben.</p>
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		<title>HIV: Entwarnung ist nicht angebracht</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 11:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeden Tag stecken sich in Österreich ein bis zwei Menschen mit dem HI-Virus an. Die Krankheit ist nach wie vor unheilbar. Effektive Kombinationstherapien ermöglichen ein gutes Krankheitsmanagement. Probleme gibt es mit der Entwicklung von Resistenzen. „Was mir heute auffällt ist, dass sich scheinbar kaum jemand mehr besonders vor AIDS fürchtet. Offenbar denken die meisten jetzt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl id="attachment_146" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-146" title="schmied-brigitte-dr-070409" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/schmied-brigitte-dr-070409.jpg" alt="OA Dr. Brigitte Schmied" width="113" height="85" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 123px">OA Dr. Brigitte Schmied</dd></dl>
<dl id="attachment_147" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-147" title="rieger-armin-dr-070409" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/rieger-armin-dr-070409.jpg" alt="OA Dr. Armin Rieger" width="113" height="85" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 123px">OA Dr. Armin Rieger</dd></dl>
<p>Jeden Tag stecken sich in Österreich ein bis zwei Menschen mit dem HI-Virus an. Die Krankheit ist nach wie vor unheilbar. Effektive Kombinationstherapien ermöglichen ein gutes Krankheitsmanagement. Probleme gibt es mit der Entwicklung von Resistenzen.<span id="more-148"></span></p>
<p>„Was mir heute auffällt ist, dass sich scheinbar kaum jemand mehr besonders vor AIDS fürchtet. Offenbar denken die meisten jetzt: „Das betrifft mich sowieso nicht,&#8221; sagt Daniela Schmied, die seit mehreren Jahren an AIDS erkrankt ist.<br />
Rund 6.000 HIV-Infizierte leben derzeit in Österreich, und jedes Jahr stecken sich etwa 400 Menschen mit dem Virus an. Waren 1998 noch 27 Prozent der Neuerkrankungen auf heterosexuelle Kontakte zurückzuführen, so lag diese Zahl 2001 bereits bei 38 Prozent und machte somit den größten Anteil der Neuinfektionen aus. Im gleichen Zeitraum gingen die HIV-Infektionen aufgrund von intravenösem Drogenkonsum und homosexuellen Kontakten stetig zurück. „Der Grund für den starken Anstieg der Neuinfektionen bei unter Heterosexuellen&#8221;, warnt OA Dr. Brigitte Schmied, Präsidentin der österreichischen AIDS-Gesellschaft, anlässlich eines Hintergrundgesprächs zum Thema HIV „liegt am geringen Gebrauch des einzig wirksamen Schutzes vor einer Infektion: nur 19 Prozent der Paare in Österreich verwendet beim Geschlechtsverkehr ein Kondom.&#8221; Daniela Schmied hat sich 1984 bei ihrem Freund angesteckt &#8211; „ich nehme an, dass sich mein Freund über eine Blutkonserve infiziert hat.&#8221;<br />
Insgesamt ist in Österreich die Zahl der Neuinfektionen nach einem Tiefstand im Jahr 1997 mit 297 Infizierten wieder gestiegen &#8211; 2000 lag sie bei 428, 2001 bei 398 Neuinfektionen.</p>
<p><strong>Neues Verfahren &#8211; rasches Testergebnis</strong><br />
Mit dem Antigen-Antikörper-Kombinationstest &#8211; er wurde vom Pharmaunternehmen Abbott entwickelt &#8211; können HI-Viren jetzt kurz nach der Infektion direkt im Blut nachgewiesen werden. „Bisher wurden Betroffene, die einen Risikokontakt hatten, fast ausschließlich auf Antikörper gestestet&#8221;, erklärt OA Dr. Schmied. „Hier dauert es allerdings bis zu drei Monaten, bis diese Antikörper nachgewiesen werden können.&#8221; Der neue Antikörper-Antigen-Test kann die Viren im Blut direkt nachweisen, was bereits kurz nach einem Risikokontakt möglich ist. „Dies ist enorm wichtig: Zum einen, um weitere Ansteckungen zu verhindern, zum anderen, um zum richtigen Zeitpunkt mit der Therapie beginnen zu können&#8221;, so OA Dr. Schmied.</p>
<p><strong>Potente Therapien &#8211; Problem Resistenzen</strong><br />
„Wir beginnen heute mit der sogenannten Kombinationstherapie, wenn die Anzahl der CD-4-Zellen im Blut bei 350 liegt&#8221;, erklärt OA Dr. Armin Rieger, Vorstandsmitglied der Österreichischen Aidsgesellschaft. Durch die antiretrovirale Kombinationstherapie kann im Optimalfall die Viruszahl im Blut unter die Nachweisgrenze von 50 Kopien pro Mililiter gedrückt und die Virusvermehrung nahezu gestoppt werden. <br />
Für Betroffene ist die Therapie fordernd: Bis zu 95 Prozent der Medikamente müssen zeitlich ganz genau eingenommen werden, damit sie richtig wirken können &#8211; die Medikamente müssen über viele Jahre hinweg eingenommen werden. „Therapiepausen darf man nicht machen &#8211; da sich sonst schnell Resistenzen entwickeln können&#8221;, erklärt OA Dr. Rieger. Das HI-Virus ist extrem wandelbar &#8211; setzt ein Patient mit seiner Therapie aus &#8211; und es sind noch genug Viruskopien im Blut vorhanden &#8211; kann sich das Virus wandeln. Beginnt der Patient dann erneut mit der Therapie, ist sie gegen das gewandelte HI-Virus nicht mehr wirksam.&#8221; Von den Resistenzen sind heute nicht nur bereits behandelte Patienten betroffen, sondern auch zunehmend Nichtbehandelte, die bereits mit einem resistenten Virus infiziert worden sind.&#8221; Bisher stabil gegen Resistenzen hat sich eine neue Wirksubstanz im Kampf gegen AIDS gezeigt: Lopinavir/Ritonavir, in Österreich unter dem Namen „Kaletra? im Handel, zeigte in Studiendaten von bis zu fünf Jahren keine Resistenzentwicklungen auf.<br />
Daniela Schmied kämpft ebenfalls mit den Nebenwirkungen der Kombinationstherapie: „Irgendwie fühlt man sich ständig leicht krank&#8221;, erzählt sie &#8211; und ist trotzdem zufrieden: „Durch die Medikamente sind meine Werte recht schön &#8211; ich bin jedenfalls sehr froh, dass es sie gibt.&#8221;</p></p>
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		<title>Sexuell übertragbare Erkrankungen auf dem Vormarsch</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 10:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht nur Aids, sondern auch Lues, Gonorrhoe und Infektionen mit Herpes simplex-Viren nehmen seit einigen Jahren in Österreich wieder zu.Um rund 338 Prozent stieg die Zahl der Syphilis-Infektionen von 1993 bis 2002 an. Die Zahl der Gonorrhoe-Erkrankungen stieg in den vergangenen Jahren um rund 260 Prozent. Betroffen sind dabei vor allem Menschen unter 40 Jahren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur Aids, sondern auch Lues, Gonorrhoe und Infektionen mit Herpes simplex-Viren nehmen seit einigen Jahren in Österreich wieder zu.<span id="more-138"></span>Um rund 338 Prozent stieg die Zahl der Syphilis-Infektionen von 1993 bis 2002 an. Die Zahl der Gonorrhoe-Erkrankungen stieg in den vergangenen Jahren um rund 260 Prozent. Betroffen sind dabei vor allem Menschen unter 40 Jahren, und als Hauptgründe für den Anstieg dieser Krankheiten nennt der Wiener Urologe Stephan Madersbacher ungeschützten Geschlechtsverkehr und Sextourismus. Nach Angaben der Weltbank stellen sexuell übertragbare Krankheiten (sexuell transmitted diseases, STDs) den zweitgrößten Kostenfaktor der Erkrankungen der 15 bis 44jährigen dar.</p>
<p>Jahrelang galten Infektionskrankheiten wie Lues und Gonorrhoe in Österreich als praktisch nicht mehr existent. Den hohen Anstieg in den vergangenen Jahren erklären Experten mit dem schlechten Gesundheits- und Sozialstandards in osteuropäischen Ländern, die dort zu einem massiven Anstieg dieser Erkrankungen geführt haben, die nun &#8211; unter anderem durch Prostitution &#8211; nach Westen schwappt. Aber auch die erhöhte Mobilität der Menschen, Fernreisen in Gebiete mit einem hohen Ansteckungsrisiko und der sorglose Umgang mit diesem Risiko sind für den starken Anstieg mitverantwortlich. „Die Angst vor einer Ansteckung mit dem HIV-Virus ist gesunken, was vor allem bei jungen Menschen dazu führt, dass sie Safer Sex immer seltener praktizieren. Dazu kommt, dass das Wissen über sogenannte Geschlechtskrankheiten immer noch sehr gering ist.&#8221; so Madersbacher.</p>
<p><strong>Hohe Anzahl von Infektionen</strong><br />
Glaubt man der Statistik, so leiden weltweit rund 300 bis 400 Millionen Menschen an STD, und über 125 Millionen Menschen infizieren sich jährlich.. Als STds wird eine Gruppe von Infektionskrankheiten definiert, deren Erreger hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Dazu gehören neben den fünf „klassischen&#8221; Geschlechtskrankheiten, wie Gonorrhoe (Tripper), Lues (Syphilis), Ulcus molle, Lymphgranuloma venerum und Granuloma inguinale, auch eine Reihe anderer Infektionen, die durch Bakterien, Viren, Protozoen und Pilze hervorgerufen werden. Dazu gehören beispielsweise Chlamydien- und Trichomonaden-Infektionen, Herpes genitalis, aber auch Hepatitis B und natürlich HIV. „Die STD haben, seit den engagierten Diskussionen um Aids, in der Öffentlichkeit zu unrecht an Bedeutung verloren. Dies sieht man an den gestiegenen Infektionszahlen, aber es kamen in den vergangenen Jahren auch erstmals in Wien wieder Kinder mit angeborener Lues zur Welt&#8221;, sagt etwa Dr. Sylvia Mayerhofer, Leiterin der STD-Ambulanz in Wien. „Die Durchseuchung mit Herpex-Simplex-Viren HSV-2 &#8211; dieser Virus ist verantwortlich für Herpes-Infektionen an den Genitalien &#8211; liegt in Österreich mittlerweile zwischen 30 und 50 Prozent.&#8221;</p>
<p><strong>Wenig Wissen über Viruserkrankungen</strong><br />
„Trotz der intensiven Aufklärung über die Infektion mit dem HIV-Virus und den Kampagnen für Safer Sex wissen viele ÖsterreicherInnen immer noch erschreckend wenig über Viruserkrankungen, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden können&#8221;, sagte etwa Dr. Judith Hutter, Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten beim 18. Internationalen Kongress zum Thema sexuell übertragbare Krankheiten in Wien im Jahr 2003. Auch eine aktuelle Studie zeigt, dass rund 13 Prozent aller befragten Personen sogar bei einem Seitensprung ungeschützten Geschlechtsverkehr haben und über die Geschlechtskrankheiten fast gar nichts wissen. Dr. Hutter: „So ist z. B. kaum bekannt, dass 30 bis 50 Prozent aller Hepatitis-B-Infektionen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr ausgelöst werden.&#8221; Das Hepatitis-B-Virus ist übrigens wesentlich infektiöser als das HI-Virus.</p>
<p>„Frauen&#8221;, so führte Dr. Hutter weiter aus „droht vor allem von den so genannten „high-risk&#8221;-Stämmen der Papilloma-Viren (HPV-Humanes Papilloma Virus) Gefahr. Chronische HPV-Infektionen sind für die Entstehung des Zervixkarzinoms oder seiner Vorstufen verantwortlich.&#8221;</p>
<p><strong>Lues, Gonorrhoe und Co&#8230;</strong><br />
Neben den fünf bereits genannten STDs gibt es eine Reihe anderer Infektionskrankheiten, die häufig oder fast ausschließlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt diese Erkrankungen nach Krankheitssymptomen bzw. nach der Erstmanifestation der Erkrankung ein: Geschwür oder Erosion, Ausfluss, Infektion der Lymphknoten oder Lymphbahnen und Hauterscheinungen. Dieser Ansatz hat sich in der ärztlichen Praxis bewährt und vereinfacht die Diagnose.</p>
<p><strong>Schweigen und Verdrängen</strong><br />
Die Gründe für den erneuten Anstieg an STDs in Mitteleuropa liegen in einem mobileren Leben, dem freizügigeren Umgang mit Sex und seinen verschiedenen Praktiken, gleichzeitig aber auch die schon genannte Unwissenheit und das verschämte Schweigen. Denn Geschlechtskrankheiten sind immer noch mit einem Tabu belegt, und das gleich in doppelter Hinsicht: Zuerst haben die Patienten Angst, mit dem Arzt zu reden, anschließend fürchten sie sich davor, dem Partner von der Erkrankung zu erzählen. Dazu kommt, dass einige STD auch beinahe symptomlos verlaufen, wie das etwa bei einer Infektion mit Chlamydien der Fall sein kann. Auch ein syphilitischer Primäraffekt kann unbemerkt vorübergehen.</p>
<p><strong>Schwieriges Arzt-Patienten-Gespräch</strong><br />
Aber auch für den behandelnden Arzt bringt die Situation Probleme mit sich. Vor allem die Infektionsquellenforschung erfordert viel Zeit und eine Arzt-Patienten-Beziehung, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Schließlich muss man hier einem fremden Menschen Fragen über seine Intimsphäre beantworten: „Wer sind ihre Sexualpartner? Wie oft und wann hatten sie Sex? Wann mit wem? Und auf welche Art und Weise?&#8221; Befragt man Allgemeinmediziner nach ihrem Umgang mit solchen Patienten, stellt sich schnell heraus, dass eine vertrauensvolle Arzt-Patient-Beziehung in einem solchen Fall das Um und Auf ist. „Die erste Reaktion ist häufig, dass der Patient abstreitet, sich in eine solche Situation gebracht zu haben. Ich sag dann immer: „Jetzt seien sie mir nicht böse, aber das kann nicht sein. Sie brauchen sich vor mir auch nicht genieren, gemeinsam werden wir das auch wieder hinkriegen.&#8221; Die Vermittlung von Verständnis und das Vermeiden von Verurteilungen führt zu mehr Verständnis von seiten der Patienten und damit auch zu einem besseren Therapieerfolg. Letzten Endes kann jeder Mensch in eine solche Situation kommen. So sieht das auch ein anderen befragter Hausarzt. „Ich bin nicht dazu da, den ersten Stein zu werfen, sondern zu helfen. Das sage ich auch meinen Patienten. Ich versuche zu vermitteln, dass das jedem passieren kann und es jetzt wichtig ist, dass wir gemeinsam die richtige Therapie und das richtige Umgehen mit der Erkrankung finden.&#8221;</p>
<p><strong>Ansteckungsgefahr hoch</strong><br />
Jeder kann sich mit einer STD anstecken und zwar unabhängig vom Alter und von der Zahl sexueller Kontakte: Ein einmaliger Kontakt genügt, um Viren, Bakterien, Pilze oder Protozoen einzuschleusen. Die Zahl der Ansteckungen steigt auch bei sehr jungen Menschen. Immer häufiger werden bei Mädchen unter 15 Jahren Gonorrhoe oder Chlamydieninfektionen diagnostiziert. Und dies geschieht nicht nur in den USA, wo die Zahl der gemeldeten Infektionen an Gonorrhoe bei fünf bis 14jährigen Kindern mittlerweile höher ist als jene von Masern, Mumps und Röteln, sondern auch hierzulande. Unter der erwachsenen Bevölkerung sind es vor allem die 20- bis 29jährigen, bei denen STDs vermehr auftreten, wobei Singles, Geschiedene oder getrennt lebende Menschen häufiger betroffen sind als Verheiratete. Zur typischen Risikogruppe gehören auch Freier von Prostituierten, die ohne Schutz arbeiten, und die, zum größten Teil männlichen, Urlauber, die Fernreisen zum Sextourismus nützen. Dabei gilt die Grundregel, dass die Gefahr einer Ansteckung zwar unterschiedlich hoch ist (z. B. rund 80 Prozent bei Gonorrhoe, etwa 45 Prozent bei einer Chlamydieninfektion), aber mit jedem Sexualkontakt steigt.</p>
<p><strong>Safer Sex schützt</strong><br />
Kondome &#8211; und ihre korrekte Anwendung &#8211; sind nach wie vor der einzige, wenn auch nicht 100prozentige Schutz vor STDs. Dieser Schutz funktioniert allerdings nur dann, wenn das Kondom richtig angewendet wird, dass heißt: es muss rechtzeitig „angezogen&#8221; und beizeiten wieder „ausgezogen&#8221; werden &#8211; das Kondom muss vor dem ersten Kontakt mit der Scheide oder dem Mund der Partnerin/des Partners aufgezogen und nach dem Samenerguss sofort entfernt und entsorgt werden. Eine Studie hat gezeigt, dass die Infektionsrate genitaler Kontaktinfektionen bei Benützern von richtig verwendeten Kondomen unter zehn Prozent, bei inadäquater Anwendung über 20 Prozent und bei Patienten ohne mechanischen Schutz fast 70 Prozent beträgt. Es spricht also alles für die Verwendung von Kondomen &#8211; kein anderes Verhütungsmittel schützt vor STDs. Vor allem bei Erstkontakten und bei Sex mit Menschen aus einer Risikogruppe sollte das Kondom jedenfalls unbedingt verwendet werden. Nur gegen eine einzige sexuell übertragbare Krankheit kann man sich übrigens mit einer Impfung schützen: gegen Hepatitis B.</p>
<p><strong>Erkrankungen erkennen und ernst nehmen</strong><br />
Selbstbeobachtung ist bei STDs extrem wichtig. Wichtig ist dabei die Beachtung folgender Symptome: Brennen beim Wasserlassen, Jucken, Ausfluss aus der Vagina oder Harnröhre, Bläschen, Ausschläge oder Entzündungen im Genitalbereich.</p>
<p><strong>Gut behandelbar &#8211; oft heilbar</strong><br />
Wenn es zu einer Infektion mit einer STD kommt, so sind Therapie- und Heilungsmethoden in den meisten Fällen gut. <br />
Gonorrhoe <br />
Die Behandlung dieser Erkrankung erfolgt mit Antibiotika. Ein Mittel der Wahl ist die einmalige Gabe einer Tablette von 500 mg des Wirkstoffs Ciprofloxacin. Ansonsten ist eine einmalige Injektion mit Cephalosporinen möglich. Als weiteres Mittel kann Spectinomycin als ebenfalls einmalige Gabe verwendet werden. Da eine Gonorrhoe häufig mit einer Chlamydieninfektion verbunden ist, wird häufig ohne weitere Abklärung Doxycyclin verabreicht.<br />
Prognose: sehr gut</p>
<p><strong><em>Lues</em></strong><br />
Das Mittel der Wahl ist Penicillin. Auf eine ausreichende und gleichmäßige Dosierung zu achten. Bei einer Penicillinallergie können alternativ Erythromycin oder Tetrazykline wie z.B. Doxyzyklin verwendet werden. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsstadium. Bei einer Krankheitsdauer unter einem Jahr sollte sie 14 Tage, bei Dauer über einem Jahr oder Neurosyphilis drei Wochen dauern. Schwangere sind nach dem gleichen Schema zu behandeln. Der Therapieerfolg sollte während 18 Monaten serologisch kontrolliert werden.<br />
Prognose: bei rechtzeitiger Behandlung sehr gut</p>
<p><em><strong>Ulcus molle</strong></em><br />
Die Therapie der Wahl sind Antibiotika: Azithromycin (Einmaldosis), Ceftriaxon (Einmaldosis), Erythromycin für 7 Tage. Das Bakterium kann über Plasmide (=extranucleäre DNA) Resistenzen ausbilden und weitergeben. Daher besteht eine Resistenz gegenüber Penicillin G, Sulfonamiden und Tetrazyklinen. <br />
Prognose: sehr gut</p>
<p><strong><em>Herpes simplex Typ 2</em></strong><br />
Die Behandlung richtet sich stark nach der Symptomatik und der Schwere der Erkrankung. Ein begrenzter Befall der Haut oder Schleimhäute kann meist unbehandelt bleiben. Zur Austrocknung der Bläschen und Kühlung eignet sich Zinkschüttelmixtur. Bei einer bakteriellen Superinfektion sind gelegentlich Antibiotika und lokal desinfizierende Maßnahmen notwendig. Als spezifisches Mittel steht Aciclovir zur Verfügung. Es wird in die Virus DNA eingebaut und führt dort zu einem Strangabbruch. Die komplette Elimination des Virus ist jedoch nicht möglich. Obgleich das Mittel auch als Tablette zur Verfügung steht, ist die intravenöse Verabreichung wegen der höheren erzielbaren Blutspiegel vorzuziehen. Die Behandlung bleibt daher für schwere oder rezidivierende Krankheitsbilder reserviert.<br />
Prognose: Bei leichten Verläufen (z.B. Stomatitis aphtosa) kommt es zur Spontanheilung. Obgleich eine endogene Reinfektion häufig ist, ist die Prognose gut. Besonders bei Kindern, bei generalisiertem Befall, bei immungeschwächten Patienten und Infektion des Gehirns ist die Prognose ungünstig bis hin zum Tod.</p>
<p><strong><em>Humanes Papilloma Virus (HPV)</em></strong><br />
Die Behandlung richtet sich nach Größe und Ausbreitung der Läsionen. Sie erfordert immer eine wiederholte Behandlung und wird durch häufiges, erneutes Auftreten von Läsionen während bzw. unter der Behandlung kompliziert. Auch nach der Abheilung der Warzen sollten über eine gewisse Zeit Kontrollen des Behandlungsergebnisses durchgeführt werden. Die chirurgische Abtragung ist selten nötig. Als geeignet erweisen sich die Elektrokoagulation, Lasertherapie, Bestreichen mit Trichloressigsäure, 5-Fluorouracil (Zytostatikum) oder Podophyllin (Zytostatikum). Alle chemischen Behandlungsmethoden erfordern die sorgfältige Schonung (Abdeckung) der nicht erkrankten Haut und die Beschränkung der Behandlung auf kleine Hautareale. Zu beachten ist, dass Zytostatika in geringen Mengen durch die Haut in den Körper aufgenommen werden können. Zytostatika dürfen außerdem nicht zur Behandlung schwangerer Patientinnen verwendet werden. Sie können ihrerseits Tumorerkrankungen auslösen.<br />
Prognose: in der Regel gut. Ausgenommen sind ein ausgedehnter Befall (Buschke-Löwenstein-Tumoren) und der Übergang zur malignen Tumoren. Gelegentlich kommt es zu spontanen Heilungen.</p>
<p>Sexuell übertragbare Krankheiten heißen so, weil sie fast ausschließlich durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Das bedeutet, dass eine Ansteckung über andere Quellen, wie beispielsweise öffentliche Bäder, Duschen oder Toiletten extrem selten ist, oder wie es schon der berühmte Leibarzt Maria Theresias, van Swieten einer ängstlichen Patientin gegenüber formulierte, die fragte: „Kann ich mich denn auch auf der Toilette mit Syphilis anstecken?&#8221;: „Ja&#8221;, antwortete der berühmte Arzt, „aber ich glaube, das wäre für sie recht anstrengend.&#8221;</p>
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