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	<title>Redaktionsbüro Sabine Fisch &#187; Fischismus</title>
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	<description>Medizinjournalistin und Moderatorin</description>
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		<title>Gruseliger Ärztespaß</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 07:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Beatrix Patzak]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Capek]]></category>
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		<category><![CDATA[Petra Hartlieb]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Weißensteiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war Fun pur &#8211; gestern abend fand die erste szenische Lesung des Thrillers &#8220;Phase II&#8221; im Wiener Narrenturm statt. Die Vorstellung war ausverkauft, die Lesenden hochmotiviert. Es dreht sich alles um ein neues Medikament, um die Umkehrung des Arzt-Patientenverhältnisses und um die &#8211; immer noch bestehenden &#8211; merkwürdigen Hierarchien in Krankenhäusern. Diesmal am flachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-852" title="Arzt im Chaos 080611" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/Arzt-im-Chaos-0806111-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Es war Fun pur &#8211; gestern abend fand die erste szenische Lesung des Thrillers &#8220;Phase II&#8221; im Wiener Narrenturm statt. Die Vorstellung war ausverkauft, die Lesenden hochmotiviert.</p>
<p><span id="more-851"></span></p>
<p>Es dreht sich alles um ein neues Medikament, um die Umkehrung des Arzt-Patientenverhältnisses und um die &#8211; immer noch bestehenden &#8211; merkwürdigen Hierarchien in Krankenhäusern. Diesmal am flachen Land: Eibl am Wald ist der Schauplatz des Stückes von Wolfgang Pokieser, Pathologe in Wien.</p>
<p>Die handelnden Personen: ein größenwahnsinniger Professor, ein Oberarzt jenseits aller Illusionen, eine eifrige junge Assistenzärztin, eine großmäulige Krankenschwester und eine Kellnerin, die deutlich tiefgründiger ist als sie anfangs scheint. Und natürlich: Zwei Patienten, die im Laufe des Stückes nicht nur imaginäre Hamster sehen sondern auch ihre Ärzte quälen &#8211; und letztlich trotzdem verlieren.</p>
<p>Der Innenhof des Wiener Narrenturms an diesem warmen Frühsommerabend war die perfekte Kulisse für den &#8211; laut Autor &#8211; komischen Ärztethriller. Die SchauleserInnen waren mit Spaß und Engagement bei der Sache &#8211; das Publikum lachte an den richtigen Stellen und spendete am Ende einen Riesenapplaus.</p>
<p>Weitere Vorstellungen am 29. Juni und am 6. Juli. Karten können unter <a href="http://www.narrenturm.at">www.narrenturm.at</a> reserviert werden.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Japan: Atomenergie &#8211; unbeherrschbare Technik</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 08:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Atomenergie]]></category>
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		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einer Woche herrscht Ausnahmezustand. Jeder Morgen beginnt mit neuen Schreckensmeldungen aus Fukushima. Wieder eine Explosion! Rettungsversuche gescheitert! Brände außer Kontrolle. Abgesehen vom unvorstellbaren Leid der Menschen, die im Umfeld des Atomkraftwerks leben macht diese Entwicklung mich wütend &#8211; und sie macht mir Angst. Da wird möglicherweise ein ganzer Landstrich für tausende von Jahren unbewohnbar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einer Woche herrscht Ausnahmezustand. Jeder Morgen beginnt mit neuen Schreckensmeldungen aus Fukushima. Wieder eine Explosion! Rettungsversuche gescheitert! Brände außer Kontrolle.</p>
<p><span id="more-788"></span></p>
<dl id="attachment_790" class="wp-caption aligncenter""><dt><img class="size-medium wp-image-790" title="Chernobyl heute klein 170311" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Chernobyl-heute-klein-170311-326x500.jpg" alt="Mehr als 2.000 Städte und Dörfer rund um das zerstörte Atomkraftwerk Chernobyl sind heute immer noch zerstört und unbewohnbar. Foto: Elena Filatowa" width="326" height="500" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 336px">Mehr als 2.000 Städte und Dörfer rund um das zerstörte Atomkraftwerk Chernobyl sind heute immer noch zerstört und unbewohnbar. Foto: Elena Filatowa</dd></dl>
<p>Abgesehen vom unvorstellbaren Leid der Menschen, die im Umfeld des Atomkraftwerks leben macht diese Entwicklung mich wütend &#8211; und sie macht mir Angst. Da wird möglicherweise ein ganzer Landstrich für tausende von Jahren unbewohnbar. Da versuchen 50 Menschen (freiwillig?) alles, um dies zu verhindern. Da zeigt sich vor allem eines: Atomkraft ist letztlich nicht beherrschbar.</p>
<p>Aber im gestrigen Club 2 moniert ein junger Atomkraftaktivist, dass &#8220;Linke&#8221; und &#8220;Grüne&#8221; die Katastrophe in Japan für ihre Zwecke &#8220;missbrauchen&#8221;. Und in Europa herrscht nach wie vor die Meinung vor, nur mittels Atomkraftwerken könne der immer weiter steigende Energiebedarf gedeckt werden.</p>
<p>Ich frage mich: Was muss denn noch passieren? Wie viele Menschen müssen sterben? Wie viel Land muss unbewohnbar werden &#8211; und wir reden hier nicht von Jahrzehnten, nicht einmal von Jahrhunderten sondern von Jahrtausenden!</p>
<p>Vor 26 Jahren explodierte der Atomreaktor von Chernobyl. Noch heute sind im Umkreis des zerstörten AKW 2.000 Städte und Dörfer unbewohnbar. Wird in Japan das Gleiche passieren?</p>
<p>Es muss doch möglich sein, andere Energieformen nutzbar zu machen, ohne damit die Klimaerwärmung zu beschleunigen. Warum tun sich die klügsten Köpfe nicht zusammen, um ganz neue Energiekonzepte zu entwickeln?</p>
<p>Und wir? Energiesparen heißt das Zauberwort. Geräte vollständig abschalten, wenn sie nicht gebraucht werden (dazu gibt es Steckerleisten mit einem Ausschaltknopf). Prinzipiell überdenken, wann welches Gerät wie genutzt werden soll. Bessere Isolierungen für unsere Häuser, damit weniger geheizt werden muss. Es gibt viele Möglichkeiten, wie jede und jeder ein wenig Energie einsparen kann.</p>
<p>Atomkraft ist nicht beherrschbar. Steigen wir aus!</p>
<p>Nota bene: Vor einigen Tagen war im Kurier eine kurze Umfrage zu lesen. Dabei wurden Menschen &#8220;von der Straße&#8221; befragt, ob sie mehr für Strom zahlen würden, wenn sichergestellt werden könnte, dass kein Atomstrom mehr verwendet wird. Die Antworten waren nicht gerade ermunternd. Ich würde gerne mehr zahlen, wenn das auch bedeuten würde, auf manches andere verzichten zu müssen &#8211; und wenn ich sicher gehen könnte, dass die Energie, die ich verbrauche nicht mittels einer Kraft produziert wird, die &#8211; und das zeigt das Beispiel Fukushima ganz deutlich &#8211; letztlich unberechenbar ist.</p>
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		<title>Für FreundInnen des Genusses &#8211; Casa Caria!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 10:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Genuss]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen ist etwas Wunderbares. Ich bin bekennende Esserin! Am Liebsten natürlich Frisches, Natürliches, Aromatisches. Und da habe ich kürzlich ein großartiges neues Unternehmen entdeckt. Casa Caria nennt sich ein neuer Genussshop, in dem allerlei Köstlichkeiten aus Kalabrien verkauft werden. Das Besondere dabei: Der Geschmack der Öle, eingelegten Gemüse und anderer italienischer Schmankerl ist &#8211; ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Essen ist etwas Wunderbares. Ich bin bekennende Esserin! Am Liebsten natürlich Frisches, Natürliches, Aromatisches. Und da habe ich kürzlich ein großartiges neues Unternehmen entdeckt.<span id="more-784"></span></p>
<p>Casa Caria nennt sich ein neuer Genussshop, in dem allerlei Köstlichkeiten aus Kalabrien verkauft werden. Das Besondere dabei: Der Geschmack der Öle, eingelegten Gemüse und anderer italienischer Schmankerl ist &#8211; ohne Übertreibung &#8211; einfach himmlisch.</p>
<p>Die Österreicherin Brigitte Schmidhuber und ihr italienischer Herzenspartner Mimmo Pagliese haben sich nicht nur partnerschaftlich sondern auch geschäftlich zusammengetan. Sie verkaufen &#8211; seit kurzem wieder in Österreich lebend &#8211; die himmlischen Produkte nun auch hierzulande.</p>
<p>Termine für Verkostungen, den Webshop und diverse Presseartikel finden Sie <a href="http://www.casacaria.com/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Casa Caria &#8211; eine echte Empfehlung für all jene, die gerne genießen.</p>
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		<title>Fischismus: &#8220;Ballfit&#8221; in zehn Tagen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 10:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich diese Überschrift auf der Titelseite des Kuriers in der vergangenen Woche las, dachte ich zuerst, es ginge um Training. Frühlingsfit werden, damit frau wieder Fußball spielen kann, oder Basketball oder whatever. Ich musste mich eines besseren belehren lassen &#8211; der Artikel handeltemitnichten von sportlicher Betätigung &#8211; nein, &#8220;Ballfit&#8221; werden heißt:  Vorbereitung um auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich diese Überschrift auf der Titelseite des Kuriers in der vergangenen Woche las, dachte ich zuerst, es ginge um Training. Frühlingsfit werden, damit frau wieder Fußball spielen kann, oder Basketball oder whatever. Ich musste mich eines besseren belehren lassen &#8211; der Artikel handeltemitnichten von sportlicher Betätigung &#8211; nein, &#8220;Ballfit&#8221; werden heißt:  Vorbereitung um auf Bälle zu gehen.</p>
<p><span id="more-688"></span></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<dl id="attachment_690" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-medium wp-image-690" title="Wer schön sein will, muss leiden? Highheels für den Ballbesuch. Foto: Sabine Fisch" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/Highheels-klein21-500x281.jpg" alt="Wer schön sein will, muss leiden? Highheels für den Ballbesuch. Foto: Sabine Fisch" width="500" height="281" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 510px">Wer schön sein will, muss leiden? Highheels für den Ballbesuch. Foto: Sabine Fisch</dd></dl>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Soweit so interessant. Ich muss ja auch nicht wirklich Fußball spielen, fit mache ich mit selbst mit Sport &#8211; Bälle finde ich, zumindest aus angemessener Distanz &#8211; interessant. Ich schlug den Artikel auf.</p>
<p>Eine ganze Seite widmete sich dem Thema: Optimale Vorbereitung auf den Ballbesuch. Dagegen wäre prinzipiell nichts einzuwenden, aber&#8230; Natürlich gibt es ein Aber.</p>
<p>Also: Wagen Sie es bloß nicht, zum Frack (den natürlich jedermann im Schrank hängen hat, mann weiß ja nie) etwa eine gestreifte Hose zu tragen. Der gehört zum Cut, nicht zum Frack &#8211; und wie konnten wir alle bisher nur ohne diese Information auskommen?</p>
<p>Beim Smalltalk dürfen auf keinen Fall Themen wie Politik oder Religion oder andere Themen, die auch nur ansatzweise ein interessantes Gespräch versprechen, erwähnt werden. Stattdessen sollten Sie darüber sprechen, wie schön Wiens Bälle sind (gähn!!!)</p>
<p>Selbstverständlich ist es verboten, zum langen Kleid flache Schuhe zu tragen. Es MÜSSEN Highheels sein, wahrscheinlich kommt sonst die Ballpolizei und verhaftet sie wegen unbefugten Tragens von Ballerinas.</p>
<p>Das Beste, das Zuckerl des Artikels folgte allerdings zum Schluss. Wie jede Frau weiß, die nicht täglich in Stöckelschuhen herumläuft, goutieren die Füße das lange Tragen derartiger Schuhe nur wenig. Ich hatte mir bis Freitag (da ist der Artikel erschienen) eigentlich gedacht, es wäre sinnvoll, Highheels einige Tage lang einzutragen und am Tag der Tage zusätzlich Gelpolster unter die Ballen zu legen.</p>
<p>Ach ich hoffnungslos altmodischer Mensch. Die Frau von Welt, die auf Bällen die vorgeschriebenen Higheels trägt, geht vorher zum Beautydoc ihres Vertrauens und lässt sich dort (AUA!) Botox oder Hyaluronsäure in die Ballen spritzen (Doppel-AUA). Ich will ja nun nicht gleich mit Nestroy kommen (die Wöd steht auf kan Foi mehr laung), aber diese Idee halte ich zumindest für verhaltensoriginell.</p>
<p>Auf Bälle gehen, sich stylen, schön machen, Spaß haben, tanzen &#8211; alles wunderbar. Aber bitte ohne Spritzen in die Füße und &#8211; wenn diese ob des ungewohnten Tragens der hohen Schuhe schmerzen &#8211; mit einem Paar Ersatzballerinas in der Tasche.</p>
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		<title>Fischismus: Göttliche Marilyn!</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2010/12/fischismus-gottliche-marilyn/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 09:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Das Grosse Frauen Gesundheitsbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern abend lief auf Austria 9 ein wunderbarer alter Film: &#8220;Machen wirs in Liebe&#8221; mit Marilyn Monroe und Yves Montand. Pures Amusement mit den ganz großen der 50er Jahre, wie etwa dem Komiker Milton Berle, dem Tänzer Gene Kelly und dem Sänger Bing Crosby. Und natürlich die göttliche Marilyn! Abgesehen von der Schönheit und Spielfreude [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend lief auf Austria 9 ein wunderbarer alter Film: &#8220;Machen wirs in Liebe&#8221; mit Marilyn Monroe und Yves Montand. Pures Amusement mit den ganz großen der 50er Jahre, wie etwa dem Komiker Milton Berle, dem Tänzer Gene Kelly und dem Sänger Bing Crosby. Und natürlich die göttliche Marilyn!<span id="more-657"></span></p>
<dl id="attachment_658" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-658" title="Marilyn Monroe klein 021210" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/12/Marilyn-Monroe-klein-021210.jpg" alt="" width="454" height="340" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 464px">Die göttliche Marilyn stand zu ihren Kurven. © 2009 desktop-bilder.com | Designed by Memic Almer</dd></dl>
<p>Abgesehen von der Schönheit und Spielfreude dieser Frau fällt in diesen &#8220;jede Frau muss jung, schön und klapperdürr sein-Zeiten&#8221; vor allem eines positiv ins Auge: Die Frau hatte Kurven und zwar ganz schön viele. Und sie schämt sich nicht dafür &#8211; im Gegenteil &#8211; sie präsentiert sie! Ich finde das großartig. Und es gefällt mir viel besser, als mir all die Hungerhaken anzuschauen, die heute als &#8220;schön&#8221; gelten.</p>
<p>Marilyn war kurvig &#8211; und das ist gut so. Aber ob sie mit ihren Maßen heute diese Berühmtheit erlangt hätte? Bestimmt nicht. Mit Sicherheit wäre ihr nahegelegt worden, doch bitte 15 kg abzunehmen, bevor sie auf der Filmleinwand zu sehen gewesen wäre. Das ist traurig.</p>
<p>Schön ist allerdings, dass &#8211; wenn auch nur selten &#8211; echte Schönheit wenigstens noch in alten Filmen im Fernsehen zu bewundern ist.</p>
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		<title>Fischismus: Lügen in der Lugner-City</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2010/04/lugen-in-der-lugner-city/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 07:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Journalistinnen haben mal frei. Das ist schön, und die gewonnene  Zeit wird beispielsweise damit verbracht, den Kühlschrank aufzufüllen. Und weil der Supermarkt unseres Vertrauens gerade umbaut &#8211; und der einzige andere Supermarkt in der Nähe,  der glutenfreie Produkte führt, in der Lugner-City ist, machten mein Liebster und ich uns Samstag Mittag auf den Weg. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Journalistinnen haben mal frei. Das ist schön, und die gewonnene  Zeit wird beispielsweise damit verbracht, den Kühlschrank aufzufüllen. Und weil der Supermarkt unseres Vertrauens gerade umbaut &#8211; und der einzige andere Supermarkt in der Nähe,  der glutenfreie Produkte führt, in der Lugner-City ist, machten mein Liebster und ich uns Samstag Mittag auf den Weg. Und erlebten einen Einkaufsbummel, der für einen Horrorfilm geeignet gewesen wäre.<span id="more-531"></span></p>
<p>Ein wunderschöner, sonniger Frühlingssamstag. Mein Liebster und ich begeben uns in die Lugner-City, um Lebensmittel einzukaufen. Die Lugner-City &#8211; unendliche Weiten, wir schreiben das Jahr 19xx. Was uns als erstes auffällt, sind massenhaft PolizistInnen, die im ganzen Einkaufszentrum ihre Runden drehen. Bevor wir uns in den Supermarkt aufmachen, frage ich eine Polizistin nach der massiven Präsenz. Und bekomme &#8211; freundlich &#8211; die Auskunft: Frau Rosenkranz kommt gleich zu einer Wahlkampfveranstaltung!</p>
<p>Frau Rosenkranz, das ist die Rechtspolitikerin, die allen Ernstes glaubt, dass sie das was sie in der Schule gelernt hat, von sämtlichen weiteren Denk- und Lernprozessen bezüglich der österreichischen Geschichte für alle Zeit befreit. Wir bekamen einen Schreck.</p>
<p>Was tun? Glutenfreie Lebensmittel müssen sein. Also: Nichts wie rein in den Supermarkt und so schnell wie möglich eingekauft. Allein, es gibt kein Entkommen. Schon nach wenigen Minuten hören wir die Stimme des Baumeisters, wie er die Kandidatin für das Amt des/der BundespräsidentIn ankündigt. Und einige Sekunden beginnt die Kandidatin, einem geneigten Publikum ihre originelle Sicht der Dinge auf  Österreichs Politik, AusländerInnen, Heimat, Werte, etc. mitzuteilen.</p>
<p>Sollten Sie am Samstag ebenfalls dagewesen sein und sich gewundert haben, wieso eine erwachsene Frau sich im Supermarkt die Ohren zuhält: Das war ich.</p>
<p>Endlich waren alle Lebensmittel bezahlt und eingepackt. Unseren Würgereiz mit einiger Mühe unterdrückend und extrem angewidert machten wir uns auf dem Weg zum Ausgang.</p>
<p>Vor der Tür zum Einkaufszentrum standen junge Menschen und verteilten Protestflugblätter und Zeitungen. Ich nahm mir ein Flugblatt, meinen Abscheu vor der Veranstaltung im Inneren des Einkaufszentrums kund tuend. Da erzählte mir die junge Aktivistin, die sich gegen die Kandidatin engagiert folgendes: Man hätte sie und ihre vollkommen gewaltlos protestierende Gruppe durch die Security des Einkaufszentrums vor die Tür setzen lassen.</p>
<p>Noch einmal ganz langsam und zum mitschreiben: Da sondert eine äußerst fragwürdige Präsidentschaftskandidatin in einem Wiener Einkaufszentrum vor &#8211; leider &#8211; sehr geneigtem Publikum &#8211; unglaubliche Meldungen ab &#8211; und ausgerechnet jene, die sich für ein Gesellschaftsmodell einsetzen, das keinen Platz für rechtes Gedankengut lässt, werden des Einkaufszentrums verwiesen?</p>
<p>Schämen Sie sich, Baumeister! Wenn unschuldige BürgerInnen schon mit derartig widerlichem Gedankengut, wie es die Bundespräsidentschaftskandidatin absondert, belästigt werden, sollte wenigstens eine Protestmöglichkeit vorhanden seien. Immerhin leben wir in einer Demokratie. Und für all jene, denen dieses Wort fremd geworden ist: Demokratie bedeutet: Herrschaft des Volkes!</p>
<p>Fazit: Wer sich nicht ungestraft von rechtem Gedankengut belästigen lassen will, darf in der Lugner-City nicht mehr einkaufen. So einfach ist das. Und es gilt: Wenigstens für den Liebsten und mich.</p>
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		<item>
		<title>Fischismus: Vom Leben einer Journalistin</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2010/04/fischismus-vom-leben-einer-journalistin/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 09:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute besuchte ich eine Pressekonferenz. Nun, das ist nichts Besonderes, schließlich bin ich Journalistin. Medizinjournalistin um genau zu sein. Deshalb drehte sich die Pressekonferenz auch um ein Gesundheitsthema. Auch das ist jetzt keine bahnbrechende neue Erkenntnis. Was aber eine Gesundheitspressekonferenz mit der KPDSU (für alle glücklichen Spätgeborenen: die kommunistische Partei der Sowjetunion, die 1989 untergegangen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute besuchte ich eine Pressekonferenz. Nun, das ist nichts Besonderes, schließlich bin ich Journalistin. Medizinjournalistin um genau zu sein. Deshalb drehte sich die Pressekonferenz auch um ein Gesundheitsthema. Auch das ist jetzt keine bahnbrechende neue Erkenntnis. Was aber eine Gesundheitspressekonferenz mit der KPDSU (für alle glücklichen Spätgeborenen: die kommunistische Partei der Sowjetunion, die 1989 untergegangen ist) zu tun hat, das möchte ich Ihnen nachfolgend nicht vorenthalten.<span id="more-525"></span></p>
<p>Pressekonferenzen im Gesundheitsbereich können vieles sein: Informativ, wissenschaftlich fundiert, spannend, langweilig, vorhersehbar oder sogar manipulativ. Meist sind sie eine Mischung aus informativ und wissenschaftlich fundiert, mit einer Prise Langeweile und einem Körnchen Manipulation &#8211; speziell dann, wenn Pharmafirmen hinter der Finanzierung der Pressekonferenz stehen.</p>
<p>Die heute Pressekonferenz war so wie eben beschrieben. Alltag für MedizinjournalistInnen eben. Selbstverständlich, so der Veranstalter, eine PR-Firma aus Niederösterreich, seien die gebotenen Informationen informativ und fundiert. Soweit, so gut, so üblich.</p>
<p>Moderiert wurde die Pressekonferenz vom Leiter der PR-Firma. Ebenfalls keine unübliche Sache. Leider moderierte der gute Mann nicht, er polemisierte, was nun wirklich nicht die Aufgabe eines Moderators/einer Moderatorin einer Pressekonferenz darstellt. Hier kurz die Job-Description: Einleiten, mitteilen, worum es heute geht, wer sprechen wird und worüber, Zwischenmoderationen, also Überleitungen zwischen den einzelnen SprecherInnen, aufrufen der fragestellenden JournalistInnen, Verabschiedung.</p>
<p>Mag es in anderen Umfeldern üblich sein, sich als Moderator in den Vordergrund zu spielen, eine wissenschaftlich orientierte Pressekonferenz zum Thema Medizin ist hierfür kein geeigneter Rahmen.</p>
<p>Es kam also zu einer Zwischenmoderation, bei der sich der Moderator nicht zurückhalten konnte. Man sah es dem Mann förmlich an: Er würde platzen, wenn er seine höchstpersönlichen Ansichten (diesfalls zum österreichischen Gesundheitsminister) der geneigten Journalistenmeute nicht zu Gehör bringen dürfe. Und dann gings los: Unterste Schublade: Der Gesundheitsminister, der früher Eisenbieger gewesen wäre und sowieso das Gespräch verweigern würde&#8230; den Rest des Sermons erspare ich Ihnen.</p>
<p>Ich bin keine Sympathisantin des österreichischen Gesundheitsministers. Ich denke aber, in einer Pressekonferenz, in der JournalistInnen &#8211; und das völlig zurecht &#8211; wissenschaftlich fundierte, objektive Informationen erwarten, ist für derartige Polemik kein Platz, im Gegenteil, solches wirkt störend.</p>
<p>Ich meldete mich also, als der polemische Vortrag zu Ende war und teilte dem Moderator und der &#8211; unfreiwillig lauschen müssenden ZuhörerInnenschaft mit, dass ich eine solche Diktion in einem solchen Rahmen für unnötig und fehl am Platze halten würde.</p>
<p>&#8220;Zur Kenntnis genommen!&#8221;, wurde ich vom Moderator angebellt.</p>
<p>Es kam, wie es kommen musste: In der nächsten Zwischenmoderation konnte sich der arme Mann (es musste einfach hinaus &#8211; in der Fachsprache heißt das glaube ich Logorrhoe) wieder nicht zurückhalten: &#8220;Ich werde weiterhin pointiert formulieren&#8221; deklamierte er: &#8220;Wir sind ja hier nicht in der KPDSU!&#8221;</p>
<p>Da musste ich lachen &#8211; und dann nachdenken: Denn was die Forderung nach fundierter, objektiver Information und das Unterlassen polemischer Untergriffe Personen gegenüber, die gar nicht anwesend waren, mit einer Zeit der Repression, der Kontrolle und der bewussten Irreführung einer ganzen Bevölkerung zu tun hat, wollte mir einfach nicht einfallen.</p>
<p>Aber vielleicht können Sie mir das erklären &#8211; Reaktionen via Mail sind ausdrücklich erwünscht!</p>
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<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Fischismus: Medizinjournalismus lernen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 08:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Summerschool]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal ein Fischismus in eigener Sache: Von 12. bis 17. Juli 2010 veranstalte ich an der Donau Universität Krems die erste &#8220;Summerschool für Medizinjournalismus&#8221;. In kompakter Form werden in fünf Tagen die Grundlagen dieses speziellen Bereichs des Journalismus` vorgestellt, diskutiert und in der Praxis erprobt. Die Idee zu diesem Programm trug ich schon lange mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal ein Fischismus in eigener Sache: Von 12. bis 17. Juli 2010 veranstalte ich an der Donau Universität Krems die erste &#8220;Summerschool für Medizinjournalismus&#8221;. In kompakter Form werden in fünf Tagen die Grundlagen dieses speziellen Bereichs des Journalismus` vorgestellt, diskutiert und in der Praxis erprobt.<span id="more-512"></span></p>
<p>Die Idee zu diesem Programm trug ich schon lange mit mir herum &#8211; allein, es fehlte die Zeit, diese Idee auszuarbeiten. Durch Zufall traf ich bei einer Veranstaltung den Leiter der Donau Universität Krems, Prof. Dr. Gerald Gartlehner. Wir kamen ins Gespräch, ich erzählte von meiner Idee &#8211; und Heureka &#8211; das richtige Gespräch zur richtigen Zeit &#8211; er bat mich, das Programm auszuarbeiten und der Donau Uni anzubieten.</p>
<p>Gesagt &#8211; getan &#8211; nur wenige Wochen später standen Programm und Zeitraum fest &#8211; und nun ist es soweit &#8211; die erste Summerschool für Medizinjournalismus kann starten.</p>
<p>Es ist übrigens (fast) das erste derartige Programm in Österreich. Es existiert zwar eine solche Ausbildung an der Danube Private University, die Summerschool ist allerdings tatsächlich das erste einwöchige Programm zur Grundausbildung. An anderen Universitäten und Fachhochschulen existiert sonst keine derartige Ausbildung.</p>
<p>Dabei ist gerade dieses Fach im Journalismus ein besonders interessantes, aber auch nicht einfaches Fachgebiet. Eine Medizinjournalistin bewegt sich in einem besonderen Feld: Es geht um Krankheiten, mögliche Therapien und Heilungschancen. Wer für Laienmedien schreibt, bewegt sich ständig auf dem schmalen Grat zwischen &#8220;Sensation&#8221; und &#8220;unhaltbaren Versprechungen&#8221;. Wer in Fachmedien veröffentlicht, kennt die vielen unterschiedlichen Player, die die Medizinjournalistin kennen und die sie nutzen kann/muss.</p>
<p>Ein umfassendes Wissen über das österreichische Gesundheitssystem, über die vielen Mitspieler in diesem Bereich und ihre Funktionen ist daher ebenso wichtig für eine gute Medizinjournalistin, wie Fachkenntnisse der Medizin. Eine Medizinjournalistin muss durchaus keine Ärztin sein &#8211; dann allerdings muss sie sich darüber im Klaren sein, dass Medizinjournalismus &#8211; vor allem in den ersten Jahren &#8211; vor allem eines bedeutet: Lernen, lernen, lernen.</p>
<p>Sinnvoll ist der möglichst frühe Aufbau eines guten Kontaktnetzes, um im Falle des Falles auch für schwierige Fragen einen Ansprechpartner/eine Ansprechpartnerin zu haben.</p>
<p>Medizinjournalismus gehört für mich auch noch nach zehn Jahren zum spannendsten Thema im Journalismus. Es ist ein ständiges Lernen, Lesen und nachfragen &#8211; und es wird, je intensiver ich mich auf das Thema einlasse, auch immer interessanter.</p>
<p>Dennoch: Als ich vor rund zehn Jahren begann, mich mit Medizinjournalismus zu befassen, hatte ich keine Ahnung, worauf ich mich einließ. Hätte ich diese Ahnung gehabt, hätte ich es möglicherweise gelassen. Denn die Herausforderungen waren enorm. Ich denke, es wäre sehr hilfreich gewesen, hätte ich die Möglichkeit gehabt, eine Art &#8220;Grundausbildung&#8221; für Medizinjournalismus zu absolvieren.</p>
<p>Nun, diese &#8220;Grundausbildung&#8221; gibt es nun &#8211; in der Summerschool Medizinjournalismus von 12. bis 17. Juli an der Donau Universität Krems. Weitere Informationen dazu finden Sie <a href="http://www.donau-uni.ac.at/de/studium/summerschoolgesundheitsjournalismus/index.php" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Der Schöne und die Biest</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 09:32:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Samstag-Beilage zum Kurier, die „Freizeit&#8221;, bringt jede Woche „aktuelle&#8221; Modenews, Berichte über Stars und Sternchen und stellt vor allem eines heraus: Wie Frau auszusehen hat: Das reicht von den Kleidern, die sie tragen &#8211; oder um Himmels Willen! &#8211; auf keinen Fall tragen sollte über Make-Up-Tipps (Frau hat ja am Wochenende auch nichts anderes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Samstag-Beilage zum Kurier, die „Freizeit&#8221;, bringt jede Woche „aktuelle&#8221; Modenews, Berichte über Stars und Sternchen und stellt vor allem eines heraus: Wie Frau auszusehen hat: Das reicht von den Kleidern, die sie tragen &#8211; oder um Himmels Willen! &#8211; auf keinen Fall tragen sollte über Make-Up-Tipps (Frau hat ja am Wochenende auch nichts anderes zu tun) bis hin zu Schmuck, der aber so was von angesagt ist). <span id="more-217"></span>Viel berichtet wird auch über sogenannte „Stil-Ikonen&#8221;, die meist 35kg-schwere Supermodels mit Drogenproblemen sind und über &#8211; meist alte reiche &#8211; Männer mit &#8211; meist sehr jungen, sehr dünnen, sehr hübschen &#8211; Frauen.</p>
<p>Vergangenen Samstag wurde in einem kurzen Beitrag über die Verehelichung des Schweizer Tennisspielers Roger Federer mit Mirka Vavrinec, seiner Freundin, mit der seit dem Jahr 2000 „verbandelt&#8221; ist. So weit, so uninteressant.</p>
<p>Ein Wort war es allerdings, dass mir beim Lesen ins Auge stach: Es lautete „unscheinbar&#8221;. Der Tennisbeau heiratete seine „unscheinbare&#8221; Freundin. Der schöne und die Biest also quasi. Ein Foto der beiden war dem Bericht beigefügt. Roger Federer ist &#8211; je nach Betrachtungsweise und Geschmack &#8211; ein gutaussehender Mann. Und Mirka Vavrinec ist eine hübsche junge Frau.</p>
<p>Allerdings weist sie auch eine ganze Reihe von Attributen nicht auf: Sie ist nicht magersüchtig dünn, sondern hübsch gerundet. Sie ist kein wunderschönes, botoxgespritztes Glamourgirl. Weder brustvergrößert noch schönheitschirurgisch verändert, ist die frischgebackene Ehefrau des Tennisstars vor allem eines: Eine gut aussende Frau, die seit mehr als acht Jahren mit Roger Federer lebt.</p>
<p>Unscheinbar &#8211; ein Wort wie eine Pistolenkugel. Kein Wunder, dass bereits 13jährige Mädchen meinen, Diät halten zu müssen, dass 18jährige sich zum Abitur einen größeren Busen wünschen und dass 25jährige sich überlegen, ihre „Falten&#8221; mit Botox aufspritzen zu lassen. Schließlich scheint es unmöglich zu sein, dass ein international bekannter und gefeierter Tennisspieler eine ganz normale Frau heiratet &#8211; wo kommen wir denn da hin?</p></p>
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		<title>&#8220;Des geht net!&#8221; &#8211; Kundenservice in Österreich</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 19:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wasserhahn in der Küche gibt an Stellen Wasser ab, an denen er das nicht sollte. Unmengen von Wasser. Die Überflutung der Küche droht. Anruf beim Hausinstallateur: „Es wäre schön, wenn sie sich das anschauen könnten, vielleicht muss ja nur ein Dichtungsring ausgetauscht werden.&#8221; „Des wird net gehen!&#8221; Die Antwort vom Mann mit der Rohrzange. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wasserhahn in der Küche gibt an Stellen Wasser ab, an denen er das nicht sollte. Unmengen von Wasser. Die Überflutung der Küche droht. Anruf beim Hausinstallateur: „Es wäre schön, wenn sie sich das anschauen könnten, vielleicht muss ja nur ein Dichtungsring ausgetauscht werden.&#8221;<span id="more-211"></span></p>
<p>„Des wird net gehen!&#8221; Die Antwort vom Mann mit der Rohrzange. Warum das nicht geht? Ganz einfach: Die Armatur wurde eineinhalb Jahre zuvor nicht bei ihm, sondern bei einem großen schwedischen Möbelhaus besorgt. „Wir kennan aber gern kumma und das Wasser abdrehen.&#8221; Aha, der Mann hat es gecheckt: Frau am Telefon. Sicherlich zu doof, um selbst den Wasserzulauf abzudrehen. Das Ansinnen abgelehnt. Erneut nach einem Dichtungsring gefragt. „Den gibt&#8217;s für die Armatur net.&#8221; Etwas unwirsch geworden: „Was würde die Installation einer neuen Mischbatterie kosten?&#8221; „Na, mit Wegekosten rund 250 Euro.&#8221; Aha, alles klar.</p>
<p>Zwei Tage später: Bei einem großen Lebensmitteldiskonter Getränke zur Lieferung nach Hause bestellt. Viele Getränke, große Bestellung. Beim Liefertermin verschaut: Vor 18 Uhr ist niemand zu Hause. Liefertermin ist aber 17 bis 21 Uhr. Beim Kundenservice des Lebensmittelladen angerufen. Problem erläutert und die Frage: „Könnte man den Liefertermin eine Stunde nach hinten verschieben?&#8221; Antwort? Das ist nicht schwierig zu erraten, oder? „Des geht jetzt nimma.&#8221; Es ist 11 Uhr vormittags.</p>
<p>Freundlich geblieben. Nicht aufgejault. Frage gestellt: „Wenn Sie nun heute abend mit dem Lieferwagen vor der Tür stehen und es ist niemand zu Hause, ist das jetzt aber auch keine klassische Win-win-Situation oder?&#8221;</p>
<p>In Österreich geht vieles nicht. Kundenservice zum Beispiel. Fast unterschiedslos mit welchem Problem frau bei einer als „Kundenservice&#8221; ausgewiesenen „Kundenabweisungsstelle&#8221; anruft, lautet die erste Antwort &#8211; und zwar fast ausnahmslos: „Des geht net.&#8221; Dann wird nach Gründen gesucht, warum etwas nicht geht, nicht gehen kann, niemals gehen wird. Das ist frustrierend. Warum wird eigentlich nicht versucht, Möglichkeiten zu finden, wie etwas doch gehen kann? Gemeinsam. Freundlich. Nicht abwiegelnd. Das wäre doch eigentlich der Grundgedanke eines „Kundenservice&#8221;; dem Kunden, der Kundin bei der Lösung eines Problems zu helfen.</p>
<p>Den Wasserhahn habe ich schlussendlich übrigens selbst getauscht. War gar nicht schwer. Die neue Mischbatterie kostete 90 Euro. Eine Ersparnis von schlappen 160 Euro.</p>
<p>Und die Dame im Kundencenter des Lebensmittelhändlers? Die hat es nach meiner Rückfrage tatsächlich geschafft, den Fahrer anzurufen, der die Getränkelieferung bringt &#8211; er kommt um 18 Uhr. Wieso geht das eigentlich nicht gleich &#8211; von wegen Kundenservice und so&#8230;.</p>
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		<title>So gelingt der Stress!</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 18:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachtszeit und Stress Er kommt wie Schnee und Matsch im Dezember, wie Punschhütten und Weihnachtsmänner, wie Trubel in den Einkaufszentren: Der Weihnachtsstress. Stress und Weihnachten, Weihnachten und Stress, das gehört zusammen. Und das wird auch schön getrommelt: Aus dem Radio, dem Fernsehen und den Zeitungen: Gefühlt Ende September fängt es an: Sind sie schon im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachtszeit und Stress<br />
Er kommt wie Schnee und Matsch im Dezember, wie Punschhütten und Weihnachtsmänner, wie Trubel in den Einkaufszentren: Der Weihnachtsstress. Stress und Weihnachten, Weihnachten und Stress, das gehört zusammen. Und das wird auch schön getrommelt: Aus dem Radio, dem Fernsehen und den Zeitungen: Gefühlt Ende September fängt es an: Sind sie schon im Weihnachtsstress? Es muss also so sein: Wer vor Weihnachten nicht im Stress ist &#8211; macht irgendetwas falsch!<span id="more-210"></span></p>
<p>Hier eine kleine Anleitung, damit das mit dem Stress vor, während und nach Weihnachten auch ganz sicher gelingt:</p>
<ol>
<li>Fragen Sie jeden erreichbaren Menschen: Und? Bist du schon im Weihnachtsstress?</li>
<li>Besorgen Sie Geschenke prinzipiell am letzten Einkaufssamstag vor Weihnachten in der überfülltesten Geschäftsstraße!</li>
<li>Backen Sie mindestens drei Millionen Kekse!</li>
<li>Kaufen Sie den Christbaum am 24. Dezember um 18 Uhr!</li>
<li>Laden Sie sämtliche Familienmitglieder am heiligen Abend ein!</li>
<li>Besprechen Sie an diesem Abend wichtige Familienprobleme!</li>
<li>Bereiten Sie ein wenigstens sechsgängiges Menü vor, dass mindestens drei Gerichte enthält, die drei Tage lang vorbereitet werden müssen!</li>
<li>Nehmen Sie sich in der Woche vor Weihnachten keinen Tag frei!</li>
<li>Vereinbaren Sie wichtige Geschäftstermine am 23. Dezember!</li>
<li>FÜHLEN Sie sich gestresst!</li>
<li>Sagen Sie sich mindestens achtmal am Tag: „Ich bin so fürchterlich im Weihnachtsstress!</li>
</ol>
<p>Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, können Sie ganz sicher sein, dass auch Sie maximal vom Weihnachtsstress profitieren und garantiert kein entspannendes, ruhiges und glückliches Weihnachtsfest erleben. Dies gilt auch für Ostern, Geburtstage und andere &#8220;Feier&#8221;-Tage!</p>
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		<title>Dreckschwein!</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 18:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Sonntag. Eine Frau. Ein Mann. Ein Hund. Der Hund ist klein &#8211; ein Beagle. Die Sonne scheint. Der Hund bedarf des Auslaufs. Der Heldenplatz ist das Ziel. Das Justizministerium liegt auf dem Weg. Frau und Mann plaudern. Hund läuft fröhlich nebenher. Frau und Mann sind „brave&#8221; Hundebesitzer. Achten darauf, dass der Hund nur an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Sonntag. Eine Frau. Ein Mann. Ein Hund. Der Hund ist klein &#8211; ein Beagle. Die Sonne scheint. Der Hund bedarf des Auslaufs. Der Heldenplatz ist das Ziel. Das Justizministerium liegt auf dem Weg. Frau und Mann plaudern. Hund läuft fröhlich nebenher.<span id="more-209"></span></p>
<p>Frau und Mann sind „brave&#8221; Hundebesitzer. Achten darauf, dass der Hund nur an Hydranten und Pfosten, aber auf keinen Fall an Autos, Hausmauern und Geschäftseingänge pinkelt. Räumen jedwedes Futzerl Exkrement in dafür mitgeführte kleine schwarze Plastiksackerl. Entsorgen diese in dafür vorgesehene Behälter. Ziehen Hund weg, wenn dieser unbotmäßig an Wände pinkeln will. Nehmen Unmut von Hund und ständige Unterbrechung der Unterhaltung deshalb in Kauf.</p>
<p>Hund ist gerissen: Frau und Mann sind in Unterhaltung vertieft. Hund läuft brav und unauffällig nebenher. Mäuerchen, dass das Justizministerium umgibt, riecht für Hund besonders lecker. Hund schaut sich um, Frau und Mann reden noch immer. Hund hebt Bein und lässt ein paar Tropfen an Mäuerchen ab.</p>
<p>Frau bemerkt das Malheur und zieht Hund weg. Malheur ist aber schon geschehen. Nichts mehr zu machen. Frau, Mann und Hund gehen weiter. Plötzlich von hinten: „Dreckschweine!&#8221; Frau und Mann bleiben stehen. Drehen sich um. Erzürnter Mann auf Fahrrad bremst sich vor Frau, Mann und Hund ein und schreit nochmals „Dreckschweine!&#8221;</p>
<p>Frau und Mann sind konsterniert. „Muss Ihr Hund dort hinpinkeln?&#8221; Muss er nicht. Definitiv nicht. Hat er aber. Drei Tropfen.</p>
<p>Frau wird zornig. Verbittet sich Beschimpfung. Wütender Mann steigt von Fahrrad und blockiert Frau und Mann und Hund (dem die ganze Aktion wurscht ist). Wütender Mann mit Fahrrad ergeht sich in Tiraden über bösartige Hundebesitzer, diese Schweine, die die ganze Stadt als Hundewiese benützen: „Die Mauer ist frisch gestrichen!&#8221; Mann mit Fahrrad schimpft weiter. Frau und Mann nehmen Hund und gehen. „Dreckschweine!&#8221; schreit wütender Mann mit Fahrrad hinterher.</p>
<p>Mann beruhigt zornige Frau. Frau und Mann und Hund gehen weiter. Hund zieht an der Leine und will zum Hundeplatz. Frau und Mann stellen fest, dass einen Hund zu besitzen, ein gewisses Maß an Masochismus notwendig macht. Selbst dann, wenn versucht wird. andere Menschen weder durch Hundepipi noch durch kleine, eklig riechende Haufen zu inkommodieren.</p>
<p>Geschimpft und gepöbelt wird trotzdem. Frau, Mann und Hund betreten Hundezone am Heldenplatz. Die ist an diesem Tag leider nicht benutzbar: Wien-Marathon hat Heldenplatz mit Zelten zugepflastert. Nach Entfernung der Zelte: Rückstände von Lebensmitteln, Glasscherben, Bechern, Verbandszeug. Hund ist sauer.</p>
<p>Frau, Mann und Hund gehen nach Hause. Ein schöner Sonntag Nachmittag. Die Sonne scheint&#8230; Und die persönliche Ereigniswelt ist um eine Erfahrung reicher: Auch wer sich bemüht, wird letzten Endes zur Socke gemacht. Freundlich fragen? Miteinander reden? Blödsinn: Gleich losplärren ist besser. Baut ja auch Aggressionen ab. Und: Am besten alles verbieten! Hunde gleich ganz. Dann ist wenigstens Ruhe in der Stadt!</p>
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		<title>Das Ganzkörperkondom, oder&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 18:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeinmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitswahn]]></category>
		<category><![CDATA[Urbaner Mythos]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;wie die richtige Ernährung, Bewegung, Lebensweise und der Verzicht auf alles, was ansatzweise Spaß bringt, eine Gesellschaft von gesunden Methusalems hervorbringen soll. Ein urbaner Mythos geht in der Gesellschaft um. Er lautet ungefähr so: Wenn du ausschließlich das richtige (also gesunde) Essen zu dir nimmst, möglichst jeden Tag Sport treibst, auf Rauchen verzichtest, dich keinerlei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;wie die richtige Ernährung, Bewegung, Lebensweise und der Verzicht auf alles, was ansatzweise Spaß bringt, eine Gesellschaft von gesunden Methusalems hervorbringen soll.<span id="more-208"></span></p>
<p>Ein urbaner Mythos geht in der Gesellschaft um. Er lautet ungefähr so: Wenn du ausschließlich das richtige (also gesunde) Essen zu dir nimmst, möglichst jeden Tag Sport treibst, auf Rauchen verzichtest, dich keinerlei aussetzt und wenig bis keinen Alkohol trinkst, wirst du gesund, schön und fit bleiben und dabei mindestens 120 Jahre alt werden.</p>
<p>Verstehen Sie mich nicht falsch: Natürlich ist es sinnvoll, sich gesund zu ernähren, ebenso wie sich gelegentlich vom Sofa zu erheben und seinem Körper ausreichend Bewegung zu verschaffen. Und rauchen ist verdammt ungesund, ebenso wie zu viel Alkohol. Und es ist der Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit abträglich, sich 10 Stunden pro Tag in die direkte Sonne zu knallen.</p>
<p>Aber: Menschen werden krank. Sie bekommen Krebs, Multiple Sklerose oder andere Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und Demenz. Die derzeit so vielfach propagierte „gesunde Lebensweise&#8221; wird daran nichts ändern. Und wir werden auch nicht alle 120 Jahre alt werden. Dabei haben unsere Gene nämlich ein Wörtchen mitzureden: In unseren inneren Uhren ist recht genau festgelegt, wie alt wir werden können.</p>
<p>Abschließend eine kleine Horrorvision aus der Zukunft:<br />
Österreich 2050: Alle Menschen wagen sich ausschließlich in durchsichtigen Ganzkörperkondomen nach draußen, die besonders beschichtet sind, damit kein Sonnenlicht durchdringt. Atemschutzmasken verhindern das Eindringen auch noch des winzigsten Bakteriums. Gegessen wird ausschließlich biologisch hergestelltes Gemüse und Getreide, das vor dem Verzehr einer ausführlichen Sterilisation unterzogen wurde, damit auch hier kein kleines Krankheitserregerlein eindringen kann.</p>
<p>Rauchen ist bei Todesstrafe verboten, ebenso wie Übergewicht und der Genuss von Alkohol. Das ermöglicht einen Überschuss der Krankenkassen und ärztliche Behandlung für all jene, die sich an die Ganzkörperkondom-Verordnung halten. Von denen sind nämlich 80 Prozent depressiv und müssen Antidepressiva einnehmen und regelmäßig den Psychotherapeuten aufsuchen. Aber das können sich die Kassen dann leisten, denn Menschen, die nicht in die Norm passen, gibt es nicht mehr.</p>
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		<item>
		<title>Danke Modeindustrie!</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2009/04/danke-modeindustrie/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 18:49:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Schlankheitswahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Frühling ist da. In den Geschäften hängt die neueste, bunte Frühjahrs- und Sommermode. Was für ein wunderbarer Anlass, sich mit neuen Kleidern einzudecken. Auf zum Einkaufsbummel in der Wiener Mariahilfer Straße. Da hängen sie: Kleider, Röcke, T-Shirts, Blusen, alles leicht und luftig, alles in bunten Farben. Ich betrete das erste Geschäft. Niemand grüßt. Gut. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Frühling ist da. In den Geschäften hängt die neueste, bunte Frühjahrs- und Sommermode. Was für ein wunderbarer Anlass, sich mit neuen Kleidern einzudecken. Auf zum Einkaufsbummel in der Wiener Mariahilfer Straße. Da hängen sie: Kleider, Röcke, T-Shirts, Blusen, alles leicht und luftig, alles in bunten Farben. Ich betrete das erste Geschäft.<span id="more-207"></span></p>
<p>Niemand grüßt. Gut. Ich will ja schließlich keine Konversation betreiben, sondern Kleider kaufen und die kann ich mir auch allein aussuchen. Ich suche, ich werde fündig. Ich betrete die Umkleidekabine, die klaustrophobisch klein und schmal ist. Der Vorhang vor der Tür schließt nicht richtig und im Spiegel sehe ich aus wie etwas, dass der Hund von draußen hereingeschleppt hat.</p>
<p>Egal: Mein Ego begehrt bunte neue Sommermode, und dieser Wunsch soll ihm erfüllt werden. Als ich mich endlich in das T-Shirt, dass ich mir ausgesucht habe, hineingezwängt habe und einen Blick in den Spiegel werfe, überkommt mich der Impuls, das Teil sofort wieder auszuziehen: Jedes noch so kleine Fettpölsterchen malt sich aufs Plastischste ab &#8211; wunderschön! Nein. So will ich mich nicht sehen.<br />
Frau ahnt, was kommt: Egal, was ich probiere, es scheint für etwa zehnjährige Mädchen gemacht zu sein. Ich verlasse das Geschäft und gebe nach dem fünften Laden auf.</p>
<p>Ich stelle fest: Wenn ich in die T-Shirts, Blusen und Pullover der aktuellen Kollektion passen will, muss ich entweder schrumpfen &#8211; oder wachsen: Denn gemacht ist die aktuelle Mode für Frauen, die mindestens 175 cm groß sind und maximal 45 kg wiegen.</p>
<p>Für alle anderen Frauen gilt: Pech gehabt. Die figurbetonte Kollektion Sommer 2006 sorgt dafür, dass nicht nur jedes winzigste Fettpölsterchen zu sehen ist. Auch in der Länge wurde mit Stoff gespart: Zumindest bei T-Shirts, Blusen und Pullovern: Die sind so kurz, dass frau, sobald sie sich setzt, nicht nur ihre untere Rückenpartie unfreiwillig entblößt, als zusätzlichen Bonus handelt sie sich auch noch eine chronische Eierstock- oder Nierenbeckenentzündung ein.</p>
<p>Aber: Nicht alles ist kurz. Bei Hosen haben sich die SchneiderInnen der Sommermode 2006 etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Alle Hosen sind jetzt länger. Warum fragen Sie? Diese Frage habe ich: klein und mager und daher in Grösse 34 passend, der Verkäuferin in jener Boutique gestellt, in der ich fünf Hosen probierte. Die Hosen passten &#8211; abgesehen von der Länge &#8211; alle Hosen waren etwa 20 cm zu lang. Nachdem ich mir die Frage: „Bin ich etwa geschrumpft?&#8221; mit einem glatten „Nein.&#8221; beantwortet hatte, wandte ich mich an die freundliche Verkäuferin des Ladens.</p>
<p>„Ich habe den Eindruck, dass seit einiger Zeit bei den kleinen Größen die Hosenbeine sehr lang sind?&#8221; stellte ich fragend fest. „Ja. Das wird jetzt allgemein so gemacht&#8221;, antwortete sie mir eher nichtssagend. „Aha&#8221;, sagte ich „und warum?&#8221; Die Antwort der freundlichen Dame lautete etwa dahingehend, dass immer mehr Frauen über 170 in den Laden kämen und Hosen in Größe 34 zu kaufen begehrten. „Und die waren den Damen eben bisher immer zu kurz.&#8221; Wieder die Verkäuferin.</p>
<p>„Ah ja&#8221;, meinte ich. Sprachs und verließ das Geschäft in Gedanken versunken. Also: mit 55 kg auf 165 cm ist frau heute also bereits mit einer Größe von 165 cm und 55 kg entweder übergewichtig oder untergroß. Und 170 cm große Frauen, die in Größe 34 passen, sind nicht etwa untergewichtig oder gar magersüchtig, sondern schlank und schön, weshalb sich die Modeindustrie dementsprechend auf diese Kundenschicht eingestellt hat.</p>
<p>Wie nett! Ich kaufte mir nichts mehr zum Anziehen an diesem Tag. Stattdessen gab ich mein Geld für vier neue Bücher aus, holte mir ein Eis und verbrachte den Nachmittag mit Lesen. Wer braucht schon neue Kleider?</p>
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		<title>Fischismus: Der &#8220;Missbrauch&#8221; des Missbrauchs</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 16:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andrulis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Sexueller Missbrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut Statistik Austria leben in Österreich rund 2,4 Millionen Kindern zwischen Null und 18 Jahren. Studien zufolge werden im Laufe ihrer Kindheit und Jugend jedes 4. Mädchen und jeder 7. Bub Opfer sexueller Gewalt. Eine einfache Rechnung macht die Größenordnung deutlich: In Österreich wären das rund 300.000 Mädchen und rund 172.000 Burschen, die &#8211; meist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Statistik Austria leben in Österreich rund 2,4 Millionen Kindern zwischen Null und 18 Jahren. Studien zufolge werden im Laufe ihrer Kindheit und Jugend jedes 4. Mädchen und jeder 7. Bub Opfer sexueller Gewalt. Eine einfache Rechnung macht die Größenordnung deutlich: <span id="more-184"></span></p>
<p>In Österreich wären das rund 300.000 Mädchen und rund 172.000 Burschen, die &#8211; meist von Personen aus ihrem näheren und nächsten Umfeld &#8211; sexuell missbraucht werden. Die Täter &#8211; auch das ist durch Studien hinreichend belegt &#8211; sind zu 90 Prozent Männer &#8211; egal ob es sich beim missbrauchten Opfer um ein Mädchen oder einen Burschen handelt.</p>
<p>Trotzdem wird &#8211; und zwar bei jeder Veranstaltung zum Thema „Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen&#8221; &#8211; an der ich in den vergangenen Jahren als Journalistin teilgenommen habe, unmissverständlich darauf hingewiesen, dass auch Frauen sexuellen Missbrauch begehen. So wie kürzlich im Wiener Haus der Ärzte, wo im Rahmen einer wissenschaftlichen Sitzung vor allem über forensische Aspekte des sexuellen Missbrauchs diskutiert wurde. In einem Vortrag zum Thema Opferschutz wurde mehrmals und mit Nachdruck darauf aufmerksam gemacht, auf keinen Fall die „Missbraucherinnen&#8221; zu vergessen. Diese hätten zwar bisher im Schatten gestanden, vermehrte Aufmerksamkeit führe nun aber dazu, dass auch Frauen, die Kinder missbrauchen, ans Licht der Öffentlichkeit gebracht würden.</p>
<p>Ich möchte nicht missverstanden werden: Selbstverständlich sollen auch Frauen, die Missbrauch an Kindern und Jugendlichen begehen, ausgeforscht und bestraft werden. Ich möchte nur die Verhältnismäßigkeit gewahrt wissen: 90 Prozent der Missbraucher sind und bleiben Männer. Dies &#8211; und nicht der zwanghaft vorgebrachte Hinweis, „dass auch Frauen Täterinnen sein können&#8221;, sollte im Mittelpunkt der Diskussion um den sexuellen Missbrauch an Kindern stehen.</p>
<p>Nota bene: Nur rund 600 bis 700 Sexualdelikte an Kindern und Jugendlichen werden jedes Jahr in Österreich zur Anzeige gebracht &#8211; und letzten Endes kommt es nur zu rund 120 Verurteilungen. Wenn man dies den vermuteten Zahlen missbrauchter Kinder gegenüberstellt, wird klar, welch ungeheures Grauen hier &#8211; immer noch &#8211; tabuisiert wird.<br />
Sabine Fisch</p>
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		<title>Fischismus: Wir leben im Jahr 2004</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 16:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andrulis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gynäkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrazeption]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaftsabbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Verhütung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir leben im Jahr 2004. Es ist wichtig, dies festzustellen, denn &#8211; verfolgt frau die aktuelle Diskussion um das Verbot eines Verhütungsinserates im Magazin AutoTouring, vermeint sie, sich in den 50er Jahren zu befinden. Die Fakten: Das gynäkologische Ambulatorium Gynmed schaltet in AutoTouring ein Inserat, in dem über die Wichtigkeit von Verhütung gerade auch während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben im Jahr 2004. Es ist wichtig, dies festzustellen, denn &#8211; verfolgt frau die aktuelle Diskussion um das Verbot eines Verhütungsinserates im Magazin AutoTouring, vermeint sie, sich in den 50er Jahren zu befinden.<span id="more-183"></span></p>
<p>Die Fakten: Das gynäkologische Ambulatorium Gynmed schaltet in AutoTouring ein Inserat, in dem über die Wichtigkeit von Verhütung gerade auch während der Urlaubszeit informiert wird.</p>
<p>Das Ergebnis: Dieses Inserat wird in AutoTouring nicht mehr erscheinen. Nein, nicht deshalb, weil gynmed das Geld ausgegangen wäre, oder weil dessen Leiter Dr. Christian Fiala plötzlich meint, das Information über Verhütung nicht mehr nötig sind. Nein, das Inserat wird nicht mehr erscheinen, weil obskure katholische Verbände, wie etwa Human Life International (HLI) Proteste gegen die Einschaltung an die ÖMTC-Spitze gerichtet hat. <br />
Das muss frau sich auf der Zunge zergehen lassen: In Österreich erscheint ein Inserat, das sich für den Einsatz von Verhütungsmitteln einsetzt, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden, nicht mehr, weil katholische Fundis dagegen Protest einlegen, und die Führung einer Zeitschrift nichts besseres zu tun hat, als in einer Art vorauseilendem Gehorsam ein solches Inserat nicht mehr zu publizieren.</p>
<p>Wir leben im Jahr 2004. Verhütungsmittel stehen jedermann und jederfrau zur Verfügung und sollten in einer selbstbestimmten und erwachsenen Sexualität verantwortungsvoll eingesetzt werden. Aber: Verhütungsmethoden können versagen und Menschen machen Fehler. Aus diesem Grund gilt in Österreich die sogenannte Fristenlösung, die den Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche straffrei stellt. Das ist gut so, denn es stellt sicher, dass keine Frau in Österreich mittels Stricknadel auf dem Küchentisch abtreiben und dabei verbluten muss. Dies geschah und -geschieht, in Ländern, in denen die Abtreibung kriminalisiert wird.</p>
<p>Kein österreichisches Medium sollte sich in den Dienst jener Gruppierungen stellen, die in Österreich wieder Zustände wie vor 1975 herstellen wollen.</p>
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