<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Redaktionsbüro Sabine Fisch &#187; Depression</title>
	<atom:link href="http://www.sabinefisch.at/tag/depression/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.sabinefisch.at</link>
	<description>Medizinjournalistin und Moderatorin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 Jun 2011 07:33:15 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>EUFEP-Kongress 2010</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2010/04/eufep-kongress-2010/</link>
		<comments>http://www.sabinefisch.at/2010/04/eufep-kongress-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 08:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Evidenzbasierte Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[psychische Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schizophrenie]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sabinefisch.at/?p=508</guid>
		<description><![CDATA[In Österreich verursachen fünf psychische Erkrankungen (Abhängigkeit, affektive Störungen, Angsterkrankungen, Demenz und Psychosen) jährlich 7,6 Milliarden Euro Kosten. Beeinträchtigungen der mentalen Gesundheit sind bei österreichischen Arbeitern und Angestellten derzeit der häufigste Frühpensionierungsgrund. Laut WHO wird in vier Jahren Depression weltweit die häufigste schwere Erkrankung sein. Vor diesem Hintergrund gewinnt besonders die Erhaltung psychischer Gesundheit enorme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Österreich verursachen fünf psychische Erkrankungen</p>
<p>(Abhängigkeit, affektive Störungen, Angsterkrankungen,</p>
<p>Demenz und Psychosen) jährlich 7,6 Milliarden Euro Kosten.</p>
<p>Beeinträchtigungen der mentalen Gesundheit sind bei</p>
<p>österreichischen Arbeitern und Angestellten derzeit der</p>
<p>häufigste Frühpensionierungsgrund. Laut WHO wird</p>
<p>in vier Jahren Depression weltweit die häufigste</p>
<p>schwere Erkrankung sein. Vor diesem Hintergrund</p>
<p>gewinnt besonders die Erhaltung psychischer</p>
<p>Gesundheit enorme Bedeutung.</p>
<p>Evidenzbasierte Präventionsprogramme zu diesem Thema,</p>
<p>deren Evaluation und ökonomische Aspekte werden Inhalt</p>
<p>des diesjährigen internationalen Symposiums</p>
<p>„Europäisches Forum für Evidenzbasierte Prävention –</p>
<p>European Forum for Evidence-based Prevention [EUFEP]“</p>
<p>von 16. bis 18. Juni 2010 in Baden bei Wien sein.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie <a href="http://www.eufep.at/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>E &amp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sabinefisch.at/2010/04/eufep-kongress-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jugendliche Amokläufer: Schwer fassbares Phänomen</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2009/04/jugendliche-amoklaufer-schwer-fassbares-phanomen/</link>
		<comments>http://www.sabinefisch.at/2009/04/jugendliche-amoklaufer-schwer-fassbares-phanomen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:41:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Amoklauf]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sabinefisch.at/2009/04/jugendliche-amoklaufer-schwer-fassbares-phanomen/</guid>
		<description><![CDATA[Geschieht ein „School Shooting&#8221;, wie zuletzt im deutschen Winnenden, sind die vermeintlichen Auslöser schnell gefunden: Gewaltspiele am PC, mangelnde Erziehungsfähigkeiten der Eltern oder Devianz der jugendlichen Täter. Littleton (USA), Jokela und Kauhajoki (Finnland), Erfurt und Winnenden (Deutschland) &#8211; diese Städte haben traurige Berühmtheit erlangt, weil jugendliche Amokläufer an Schulen mehrere Dutzend Menschen getötet haben. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl id="attachment_169" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-169" title="felsleitner-richard-3103091" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/felsleitner-richard-3103091.jpg" alt="Richard Felsleitner" width="283" height="213" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 293px">Richard Felsleitner</dd></dl>
<p>Geschieht ein „School Shooting&#8221;, wie zuletzt im deutschen Winnenden, sind die vermeintlichen Auslöser schnell gefunden: Gewaltspiele am PC, mangelnde Erziehungsfähigkeiten der Eltern oder Devianz der jugendlichen Täter.<span id="more-171"></span></p>
<p>
<p>Littleton (USA), Jokela und Kauhajoki (Finnland), Erfurt und Winnenden (Deutschland) &#8211; diese Städte haben traurige Berühmtheit erlangt, weil jugendliche Amokläufer an Schulen mehrere Dutzend Menschen getötet haben. Die Reaktion der Öffentlichkeit und der Politik auf derartige Ereignisse ist immer gleich: Entsetzen, Unverständnis und die Forderung, PC-Gewaltspiele zu verbieten, die Waffengesetze zu verschärfen, die mediale Berichterstattung einzudämmen und die Kontrollen an den Schulen zu verstärken.</p>
<p>Amokläufe haben allerdings &#8211; so die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung der vergangenen Jahre &#8211; niemals eine monokausale Ursache. Sie sind auch nicht das Resultat einer plötzlichen Überforderung, die in einen eruptiven Ausbruch „blinder&#8221; Gewalt mündet. Sie sind vielmehr über einen langen Zeitraum geplante Taten, die aus einer langen Phase der &#8211; wenn vielleicht auch nur selbst so empfundenen &#8211; Demütigung, Mobbing, seelischen und körperlichen Verletzungen des jugendlichen Täters durch MitschülerInnen aber auch Lehrpersonen und andere als Autoritäten empfundene Personen resultieren können.</p>
<p>Dabei ist &#8211; auch wenn die mediale Berichterstattung etwas Anderes suggeriert &#8211; der jugendliche Amoklauf ein sehr seltenes Phänomen. Die Wahrscheinlichkeit, bei einer solchen Attacke getötet zu werden, liegt bei ungefähr eins zu einer Million.1 Das Phänomen „School Shooting&#8221; einer zunehmend gewalttätigeren Jugend zuzuschreiben, ist ebenfalls eine falsche Annahme: „95 Prozent aller Jugendlichen sind nicht gewaltbereit&#8221;, sagte Dr. Anton Schmid, Wiener Kinder- und Jugendanwalt, im Rahmen einer Round-Table-Diskussion, die von Ärztewoche und der Gesellschaft der Ärzte organisiert wurde und am 30. März im Wiener Billrothhaus stattgefunden hat.</p>
</p>
<dl id="attachment_170" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-170" title="schmid-dr-anton-310309" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/schmid-dr-anton-310309.jpg" alt="Dr. Anton Schmid" width="283" height="213" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 293px">Dr. Anton Schmid</dd></dl>
<p>
<p><strong>Schwierige Ursachenforschung</strong><br />
Die Ursachenforschung und daraus eventuell resultierende Präventionsfaktoren gestalten sich schwierig, weil die Täter nur in den seltensten Fällen nach ihrer Tat befragt werden können. 99 Prozent der jugendlichen Amokläufer suizidieren sich nach begangener Tat: „Unser Wissen über die Dynamik des Amoklaufs ist beklemmend gering&#8221;, meinte denn auch Prof. Dr. Ernst Berger, von der Universitätsklinik für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters am Wiener Allgemeinen Krankenhaus. „Wir sind auf oberflächliche Faktenbetrachtungen und retrospektive Analysen angewiesen&#8221;, so Berger.</p>
<p>Die Täter weisen nur wenige Gemeinsamkeiten auf. So existiert weder ein hervorstechendes ethnisches Profil, noch ein zwingender Zusammenhang zwischen der familiären Situation und Bereitschaft zu Gewalt. Gewaltspiele am PC, Gewaltdarstellungen in den Medien und der Zugang zu Waffen spielen eine Rolle &#8211; die wichtigsten Ursachen für jugendliche Amokläufe sind allerdings in den Tätern selbst zu suchen. Die bisher größte Studie zu „School Shootings&#8221; wurde 2004 vom US-Department of Education und vom United States Secret Service veröffentlicht.3 Die wesentlichen Ergebnisse: „Die meisten Gewalttäter hatten Probleme, mit größeren Verlusten (z. B. Schulabbrüchen oder -ausschlüssen) oder persönlichem Versagen fertig zu werden. Viele hatten einen Selbsttötungsversuch erwogen oder unternommen. Viele Gewalttäter fühlten sich vor der Tat von anderen schikaniert, gehänselt oder verletzt.</p>
<p><strong>Verzweifelte Täter</strong><br />
Die auffälligsten Gemeinsamkeiten, die in der Initiative Sichere Schule erarbeitet worden waren, hat Lukas Pawlik in einem Artikel für die Zeitschrift „Pädiatrie und Pädologie zusammengefasst, der 2008 publiziert wurde. So hatten etwa 68 Prozent der Täter eine dokumentierte Geschichte schwerer Depressionen oder Verzweiflung. 71 Prozent der Täter fühlten sich gemobbt, bedroht oder verfolgt und 78 Prozent hatten bereits Suizidgedanken oder Suizidversuche unternommen. Die Attentäter sind in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle Knaben oder junge Männer zwischen 11 und 21 Jahren.</p>
<p>„Diese jungen Menschen sind in einer wichtigen Phase ihres Lebens, sie suchen nach ihrer Rolle&#8221;, erläuterte Ernst Berger. „Schaffen Sie den Kontakt zu anderen nicht, verringert sich ihr Selbstwertgefühl &#8211; sie ziehen sich immer mehr zurück.&#8221; Auch Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid sieht den jugendlichen Amoklauf als „Verzweiflungstat. Diese jungen Menschen haben mit ihrem Leben abgeschlossen&#8221;, so Schmid: Das Gefühl des Ausgeschlossen seins kann schon in der frühen Kindheit anfangen. Setzt es sich über die Zeit der Pubertät fort, bekommt der Jugendliche das Gefühl, er sei wertlos, ungewollt und allein.</p>
<p>Nähe, Zuwendung und Wertschätzung sind die Faktoren, die jungen Menschen, die sich ausgegrenzt fühlen, wieder zu mehr Selbstwertgefühl verhelfen können. „Diese Jugendlichen brauchen Nähe und Zuwendung&#8221;, sagte Richard Felsleitner, Bezirksschulinspektor für die sechs sonderpädagogischen Zentren für körper- und sinnesbehinderte Kinder, für das Sonderpädagogische Zentrum Heilstättenschule und für die acht sonderpädagogischen Zentren für sozial und emotional benachteiligte Kinder in Wien.</p>
<p>Schulen sind &#8211; so der Kurier-Schüleranwalt Andreas Salcher in der Sendung Radiodoktor vom 30. März 2009 &#8211; nicht Ursachen von jugendlichen Amokläufen, sie können aber die Auslöser derartiger Taten sein. Um so wichtiger ist die Rolle von Schule und Lehrern in der Prävention. „Lehrer sind aufgerufen, besonders genau hinzuschauen&#8221;, fordert Richard Felsleitner, um gleich darauf einzuschränken: „Das ist bei Klassen mit 25 bis 30 SchülerInnen natürlich nicht einfach.&#8221; Umso wichtiger sei die Unterstützung der SchülerInnen und LehrerInnen durch ausgebildete Psychagogen: „Allein in Wien sind 300 psychagogisch ausgebildete Lehrer tätig&#8221;, so Felsleitner: „2008 haben 7.000 Kinder dieses Angebot in Anspruch genommen.&#8221; Das Angebot reicht dabei von kurzfristiger Krisenintervention bis hin zu mehrjähriger Betreuung der SchülerInnen.</p>
<p>Das Schulsystem an sich kritisiert der Wiener Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid: „Das kompetitive Schulsystem stellt das Ziel in den Mittelpunkt und nicht das Kind&#8221;, formulierte er pointiert. „Nicht du selbst bist wichtig, sondern das Ziel, das du erreichen sollst.&#8221; Schmid sieht das Problem zudem in einer immer größer werdenden sozialen Kälte und der zunehmenden Dominanz der „Ellbogengesellschaft&#8221;, die letztlich zu Isolation und Einsamkeit führen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Diese Faktoren und die geringe Kenntnis über jene Personen, die letztlich zu jugendlichen Amokläufern werden, erschweren die Prävention, verunmöglichen sie aber nicht. Denn es gibt Symptome, die im Vorfeld erkannt und bearbeitet werden können. Darüber waren sich die Experten des Roundtable-Gespräches einig: „Es gibt Warnzeichen bei den jungen Menschen&#8221;, sagte etwa Kinderpsychiater Ernst Berger. Dazu gehören etwa sozialer Rückzug, auch Schule schwänzen ist ein Warnzeichen. Damit ist allerdings keineswegs gesagt, dass jeder stille Jugendliche, der Sozialkontakte meidet und sich zurück zieht, zum Amokläufer wird: „Rechtzeitige Hilfe kann nicht als Prävention vor Amokläufen gesehen werden&#8221;, sagt auch Ernst Berger: „Aber es ist Gewalt-Prävention.&#8221;</p>
<ol>
<li><strong>Lange Vorlaufzeit</strong><br />
Amokläufe passieren nicht über Nacht. Sie laufen in Phasen ab. Meist geht dem Geschehen jahrelange intensive Beschäftigung mit dem Thema vor. In einem Artikel zu diesem Thema unterscheidet der deutsche Psychiater Dr. Volker Faust vier Phasen:<br />
1. Vorstadium: Es finden sich Milieu-Schwierigkeiten, Demütigungen, Kränkungen und Beleidigungen. Menschen mit einer entsprechenden Konstitution weisen keine adäquaten Bewältigungsstrategien für derartige Situationen auf.<br />
2. Akute Belastungen körperlicher, seelischer oder psychosozialer Art bekommen eine verheerende Bedeutung, der zu einem nur noch knapp kompensierten Spannungszustand führt.<br />
3. Der Jugendliche zieht sich immer mehr zurück, isoliert sich und phantasiert Gewaltszenarien, in deren Mittelpunkt er selbst als „Held&#8221; steht. Diese Phantasien schaukeln sich immer mehr auf. Die Tat wird immer konkreter.<br />
4. Oft reicht dann ein für sich gesehen belangloser Vorfall, der zur Tat führt, die &#8211; in der überwiegenden Anzahl der Fälle &#8211; mit dem Suizid des Täters endet.</li>
</ol>
<p><strong>Mit Kindern reden!</strong><br />
Jugendliche Amokläufer beschäftigen sich also meist über einen sehr langen Zeitraum in ihrer Phantasie mit ihrer Tat. „Jemandem gedanklich Schaden zu zu fügen, ist aber noch kein Amoklauf&#8221;, so Ernst Berger: „Um dieses Kippen in die Gewalt zu verhindern, braucht es jemanden, der zuhört, die Möglichkeit, über diese Phantasien zu sprechen.&#8221; Die zunehmende Isolation der jungen Täter, aber auch das Allein gelassen werden von Eltern, LehrerInnen und FreundInnen verhindern dieses „Auffangen&#8221;. Der Konsum von Gewaltspielen am PC, von gewalttätigen Filmen oder Büchern kann dann &#8211; in der Zusammenschau mit den bereits beschriebenen Problemen, im Vorfeld eines Amoklaufs eine Rolle spielen. Auslöser für einen Amoklauf sind sie nicht: „Zwischen Gewalt-PC-Spielen und Amokläufen einen direkten Zusammenhang herzustellen, ist Blödsinn&#8221;, ärgert sich Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid. Nicht das Spiel, nicht die Gewaltdarstellungen in den Medien, sondern die mangelnde Kommunikation darüber, seien das Problem: „Eltern sollten mit ihren Kindern über das in den Medien gesehene und die PC-Spiele, die ihre Kinder spielen, diskutieren und sie nicht damit allein lassen&#8221;, hielt Kinderpsychiater Ernst Berger fest.</p>
<p>Den Zugang zu Waffen halten dagegen alle Experten des Roundtables für extrem problematisch. Eines der Ergebnisse der bereits zitierten Initiative Sichere Schule war die Tatsache, dass die meisten Attentäter Zugang zu Waffen hatten und diese bereits vor ihrer Tat benutzt hatten. „Waffen haben in einem Haushalt nichts verloren&#8221;, sagte Ernst Berger und erntete dafür Zustimmung von seinen Diskussionspartnern: „Wenn keine Waffen vorhanden sind, kann auch niemand damit erschossen werden&#8221;, so Berger pointiert.</p>
<p>Abschließend forderte der Kinderpsychiater: „Jugendliche brauchen Unterstützungsmöglichkeiten, wir müssen sie ernst nehmen und ihnen &#8211; wo nötig &#8211; professionelle Hilfe anbieten.&#8221; Schulinspektor Richard Felsleitner spricht sich für die Beibehaltung von Präventionsprogrammen aus, und wünscht sich für die Schulen: „Maßnahmen, die das Miteinander verbessern.&#8221; Und Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid spricht sich für eine nationale Anstrengung aus, die Eltern erlaubt, die ersten drei Lebensjahre ihres Kindes zu Hause verbringen zu können, denn „Bindungsstörungen beginnen früh!&#8221;</p>
<p>1 Pawlik L. „School Shootings&#8221; Rückblick auf die Grundlagen und die Möglichkeiten der Prävention. Pädiatrie &amp; Pädologie, 6/2008. Seite 27</p>
<p>2 Round Table Diskussion: „Ursachen und Auslöser für Amokläufe von Jugendlichen &#8211; Warnsignale und Präventionsstrategien.<br />
Gemeinsame Veranstaltung von Ärztewoche und Gesellschaft der Ärzte am 30. März 2009.<br />
Gästen:<br />
Univ.-Prof. Dr. Ernst Berger, Abteilung für Jugendpsychiatrie des Psychosozialen Dienstes, Arbeitsgruppe Rehabilitation/Integration. Universitätsklinik für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters, AKH Wien<br />
Dr. Anton Schmid, Wiener Kinder- und Jugendanwalt<br />
Richard Felsleitner, Schulaufsichtsbeamter am Stadtschulrat für Wien, Bezirksschulinspektor<br />
Die Kernaussagen der Diskussionsgäste sind unter www.springermedonline.at zu sehen und zu hören.</p>
</p>
<p>3 United States Secredt Service and United States Department of Education (2004). The final Report and Findings of the Safe School Inititative: Implications of</p>
<dl id="attachment_167" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-167" title="berger-prof-dr-ernst-310309" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/berger-prof-dr-ernst-310309.jpg" alt="Univ.-Prof. Dr. Ernst Berger" width="283" height="213" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 293px">Univ.-Prof. Dr. Ernst Berger</dd></dl>
<p>School Attacks in the United States. Washington D.C.</p>
<p>
<p>4 Volker Faust: &#8220;<a href="http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/amok.html" target="_blank">Amok</a>&#8221; gekürzt und zusammengefasst.</p>
<p>5 http://www.gemeinsam-gegen-gewalt.at/de/pages/die%20wei%DFe%20feder.php?lng=de&amp;m=1&amp;s=0<br />
Die „<a href="http://www.gemeinsam-gegen-gewalt.at/de/pages/die%20wei%DFe%20feder.php?lng=de&amp;m=1&amp;s=0" target="_blank">Weiße Feder</a>&#8221; ist das Zeichen gegen Jugendgewalt. Informationen dazu finden sich auf der oben genannten Website.</p></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sabinefisch.at/2009/04/jugendliche-amoklaufer-schwer-fassbares-phanomen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Psychische Leiden: Weit verbreitet, häufig unterschätzt, schwer abschätzbar</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2009/04/psychische-leiden-weit-verbreitet-haufig-unterschatzt-schwer-abschatzbar/</link>
		<comments>http://www.sabinefisch.at/2009/04/psychische-leiden-weit-verbreitet-haufig-unterschatzt-schwer-abschatzbar/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 10:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Schizophrenie]]></category>
		<category><![CDATA[Suizid]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sabinefisch.at/?p=135</guid>
		<description><![CDATA[Rund 145 Millionen Menschen leiden weltweit an psychischen Erkrankungen. Unter den zehn schwerwiegendsten Erkrankungen befinden sich bereits vier psychische Störungen. Das Jahrestreffen der World Psychiatric Association in Wien stand 2003 unter dem Motto: „Diagnose in der Psychiatrie &#8211; Integration der Wissenschaften&#8221; und diskutierte Diagnose und Kategorisierung psychischer Erkrankungen. „Depressionen oder Psychosen sind eben nicht auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl id="attachment_136" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-136  " title="fleischhacker-wolfgang-prof-dr-120906" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/fleischhacker-wolfgang-prof-dr-120906.jpg" alt="Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Fleischhacker" width="162" height="216" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 172px">Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Fleischhacker</dd></dl>
<p>Rund 145 Millionen Menschen leiden weltweit an psychischen Erkrankungen. Unter den zehn schwerwiegendsten Erkrankungen befinden sich bereits vier psychische Störungen. Das Jahrestreffen der World Psychiatric Association in Wien stand 2003 unter dem Motto: „Diagnose in der Psychiatrie &#8211; Integration der Wissenschaften&#8221; und diskutierte Diagnose und Kategorisierung psychischer Erkrankungen.<span id="more-135"></span></p>
<p>„Depressionen oder Psychosen sind eben nicht auf dem Röntgenbild oder im Blutbild darstellbar&#8221;, sagt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Fleischhacker, Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie in Innsbruck und Gastgeber des Jahrestreffens der WPA 2003. „Das unterscheidet unser Fachgebiet von vielen anderen medizinischen Disziplinen.&#8221; Die Beschreibung und Einteilung eines großen Teils psychischer Erkrankungen ist nach wie vor rein deskriptiv. Prof. Fleischhacker: „Der Prozess des Diagnostizierens psychischer Erkrankungen ist äußerst komplex, muss sicherlich interdisziplinäre Erkenntnisse berücksichtigen und immer wieder auf seine Gültigkeit überprüft werden.&#8221;</p>
<p><strong>Diagnosen diskutiert</strong><br />
Rund 1.500 internationale Experten diskutierten von 19. bis 22. Juni 2003 in der Wiener Hofburg Themen wie die Abgrenzung von „Normalität&#8221; und „psychischer Erkrankung&#8221;, die Frage, ob es typische „männliche&#8221; und weibliche&#8221; psychische Erkrankungen gibt, psychische Störungen im Kindesalter und die Bedeutung der richtigen Diagnose für die richtige Therapie. Die Diagnose psychischer Störungen war immer schon ein heikler Punkt in der Praxis und Forschung der Psychiatrie. Abhängig vom aktuellen Forschungsstand ändern sich auch die der Diagnose zugrunde liegenden Konzepte und damit auch die Zuordnung von Patienten. Aber nicht nur die durch die psychiatrische Lehre festgelegten Prinzipien bestimmten die Diagnose in der Psychiatrie sondern auch andere Faktoren wie etwa kulturellen und religiöse Prinzipien.</p>
<p><strong>Psychische Erkrankungen weit verbreitet</strong><br />
Wie eminent psychische Krankheiten für die Gesundheitspolitik sind, zeigte der Präsident der WPA, der ägyptische Psychiater Ahmed Okasha anhand der aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO: „121 Millionen Menschen leiden weltweit an Depressionen, 24 Millionen Menschen sind an Schizophrenie erkrankt, eine Million Menschen begehen jedes Jahr Selbstmord und zehn bis zwanzig Millionen Menschen unternehmen einen Suizidversuch.&#8221; Obwohl die Zahl psychisch kranker Menschen derart hoch ist, hat die Versorgung der Patienten &#8211; weltweit gesehen &#8211; nicht die notwendige Priorität, sagt Okasha. „33 Prozent der Staaten geben weniger als ein Prozent ihres Gesamt-Gesundheitsbudgets für psychische Erkrankungen aus, bei einem weiteren Drittel ist es gerade mal ein Prozent.&#8221;</p>
<p><strong>Psychische Erkrankungen noch immer stigmatisiert</strong><br />
„Gesundheitsbudgets für psychische Störungen sind häufig deutlich schlechter dotiert als die für somatische Leiden&#8221;, stellt auch Prof. Fleischhacker fest und führt dies auf die nach wie vor bestehende Stigmatisierung psychisch Kranker zurück: „Das Stigma, das eine psychische Erkrankung hervorruft, betrifft nicht nur Patienten und deren Angehörige, sondern auch Behandlungsmethoden und -institutionen.&#8221; Klare und nachvollziehbare Klassifikationen, Diagnosen und Behandlungsmethoden sieht Fleischhacker als Königsweg, um die Patienten adäquat zu betreuen, aber auch die Stigmatisierung zu vermindern.</p>
<p><strong>Vom Symptom zur Diagnose</strong><br />
Einheitlichkeit in Diagnose und den Klassifikationssystemen auf internationaler Ebene ist wichtig, aber „wir müssen sie auch regelmäßig auf ihre Nützlichkeit für die Praxis überprüfen&#8221;, sagt Prof. Norman Sartorius, Vorsitzender des wissenschaftlichen Komitees der Wiener Tagung. „Eine Reihe von modernen Behandlungsmethoden erweisen sich bei Erkrankungen als wirksam, die heute in ganz unterschiedlichen Kategorien klassifiziert werden. Vielleicht sollten wir das überdenken und in Zukunft Krankheiten eher danach zusammenfassen, auf welche Therapie sie ansprechen, als nach anderen Kriterien.&#8221; Die immer häufiger werdende Diagnose und Therapie von psychischen Erkrankungen durch Allgemeinmediziner könnte laut Prof. Sartorius zur Notwendigkeit einer Adaptierung und Vereinfachung des heute gängigen Klassifikationssystems führen.</p>
<p><strong>Internationale Vergleichbarkeit</strong><br />
Eine stärkere Vereinfachung der Diagnosen, darauf weist auch Prof. Fleischhacker hin, vereinfacht die Kommunikation zwischen Arzt und Patient und macht Diagnosen leichter anwendbar. Ein Trend, der aus den USA nach Europa kommt und &#8211; so Fleischhacker &#8211; es auch ermöglicht, international einheitliche Kriterien zu finden, die dann auch globale Vergleiche und klinische Studien erlauben.</p>
<p><strong>Frühe Diagnose &#8211; verbesserte Therapie</strong><br />
Eine besondere Herausforderung für die psychiatrische Diagnostik stellen die so genannten subklinischen Störungen dar &#8211; psychische Erkrankungen, die unter einer gewissen klinischen Signifikanz liegen, die Betroffenen aber bereits beeinträchtigen. Die Bedeutung dieser Störungen ist eminent: „Studien haben gezeigt, dass etwa depressive Symptome in verschiedenen Kombinationen, subklinische Störungen mitgezählt, fast ein Viertel der Bevölkerung betreffen&#8221;, sagt WPA-Präsident Okasha. Er fordert intensive Forschung in diesem Bereich, um etwa eine Abgrenzung zwischen „Normalität&#8221;, subklinischen Störungen und klinisch signifikanten Erkrankungen besser zu verstehen. „Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass bei sehr vielen Diagnosen in der Psychiatrie eine möglichst frühzeitige Behandlung nicht nur zu einer besseren Prognose und zu einer besseren beruflichen und sozialen Integration Betroffener führt, sondern auch chronische Verläufe oder Rückfälle verhindern kann&#8221;, so Prof. Okasha.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sabinefisch.at/2009/04/psychische-leiden-weit-verbreitet-haufig-unterschatzt-schwer-abschatzbar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn der Rücken für die Seele schmerzt</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2009/04/wenn-der-rucken-fur-die-seele-schmerzt/</link>
		<comments>http://www.sabinefisch.at/2009/04/wenn-der-rucken-fur-die-seele-schmerzt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 10:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[maskierte Depression]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sabinefisch.at/?p=134</guid>
		<description><![CDATA[Nicht selten „versteckt&#8221; sich eine Depression hinter unspezifischen Schmerzen, wie etwa Kopf- und Rückenschmerzen. Wird dann der Hausarzt aufgesucht, gehört schon etwas „Detektivarbeit&#8221; dazu, herauszufinden, was dem Patienten fehlt. Frau M. hat eine jahrelange Odyssee hinter sich. Wegen quälender Kopfschmerzen suchte sie Rat bei ihrem Hausarzt. Dieser verwies an mehrere Spezialisten, wie etwa zum Neurologen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht selten „versteckt&#8221; sich eine Depression hinter unspezifischen Schmerzen, wie etwa Kopf- und Rückenschmerzen. Wird dann der Hausarzt aufgesucht, gehört schon etwas „Detektivarbeit&#8221; dazu, herauszufinden, was dem Patienten fehlt.<span id="more-134"></span></p>
<p>Frau M. hat eine jahrelange Odyssee hinter sich. Wegen quälender Kopfschmerzen suchte sie Rat bei ihrem Hausarzt. Dieser verwies an mehrere Spezialisten, wie etwa zum Neurologen, zum Ophtalmologen und zum Orthopäden. Die Ursache des Schmerzes konnte aber nicht gefunden werden. Alles was Frau M. hörte war, dass es für ihre Beschwerden wohl keine somatische Ursache gäbe. Erst ein Psychiater, den Frau M. auf den Rat einer Freundin aufsuchte, entdeckte den Grund für die quälenden Kopfschmerzen. Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch stellte sich heraus, dass Frau M. an einer „maskierten&#8221; Depression litt, maskiert deshalb, weil sich die Erkrankung „hinter den Kopfschmerzen&#8221; quasi versteckte.</p>
<p><strong>Versteckte Krankheit</strong><br />
Diese „maskierte&#8221; Depression kommt viel häufiger vor, als man denkt: bis zu 70 Prozent aller Patienten konsultieren den Arzt primär mit physischen und eher unspezifischen Beschwerden. Dazu gehören unter anderem Apathie, allgemeines Krankheitsgefühl, sexuelle Funktionsstörungen, unsystematischer Schwindel, Schlaf- und Appetitstörungen, Konzentrationsstörungen sowie chronische Schmerzempfindungen, zumeist im Bereich des Muskel- und Skelettsystems.<br />
„Sehr häufig wird zuerst der Hausarzt aufgesucht, wenn der Patient beispielsweise Schmerzen hat, was eine Diagnosestellung „Depression&#8221; natürlich entsprechend erschwert,&#8221; sagte etwa Univ.-Prof. Dr. Siegfried Kasper, Leiter der der klinischen Abteilung für Allgemeine Psychiatrie an der Universität Wien, anlässlich eines Symposiums zum Thema „Duale Wirkmechanismen von Antidepressiva&#8221; im Rahmen der Jahrestagung der World Psychiatric Organisation in Wien.<br />
„Ein einfacher Fragenkatalog kann jedoch relativ rasch abklären, ob möglicherweise eine Depression hinter den beschriebenen Schmerzzuständen steckt&#8221;, erklärt Prof. Kasper. „Dazu gehören beispielsweise Fragen wie: „Wann konnten sie sich das letzte Mal wirklich an etwas erfreuen? Oder „haben sich ihre Schlafgewohnheiten verändert?&#8221; Ein ausführliches Anamnesegespräch sollte &#8211; so Kasper &#8211; jedenfalls einer eventuellen Überweisung zum Spezialisten oder einer Verschreibung eines Antidepressivums vorangehen, um dem Patienten eine „Odyssee&#8221; von einem Spezialisten zum anderen zu ersparen.</p>
<p><strong>Therapie mit Antidepressiva</strong><br />
Auch bei Frau M. führte die Diagnosestellung Depression und die Einstellung auf ein Antidepressivum zur Krankheitsremission. Die Schmerzen, unter denen sie litt, konnte allerdings auch das verschriebene Medikament nicht verhindern. <br />
Die altbewährten antidepressiven Substanzen, Trizyklika (TCAs) und MAO-Hemmer, sind seit Jahrzehnten im Einsatz. Da sie aber unspezifisch und unselektiv auf den Neurotransmitterstoffwechsel im Zentralnervensystem und den gesamten Organismus einwirken, ist die Therapie zum Teil mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. <br />
Die Einführung der Selektiven-Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) vor etwa zehn Jahren hat die nervensystemspezifische Wirksamkeit der antidepressiven Therapie und deren Nebenwirkungsprofil „revolutioniert&#8221;. „Aber&#8221;, sagt etwa Prof. Alan Schatzberg, Vorstand der Klinischen Abteilung für Psychiatrie und Verhaltensforschung an der Stanford Universität, Kalifornien „die SSRI-Therapie hat ihre Grenzen, vor allem, was die Erfolgsquote bezüglich vollständiger Remission und Geschwindigkeit des Wirkungsnachweises betrifft. Immerhin erreichen nur 30 Prozent aller Patienten, die auf Antidepressiva ansprechen, eine komplette Remission.&#8221;</p>
<p><strong>Dualer Wirkmechanismus erfolgsversprechend</strong><br />
„Es ist mittlerweile allgemein akzeptiert, dass bei an Depression Erkrankten eine Fehlregulation des Serotonin- und Noradrenalin-Stoffwechsels innerhalb des Zentralnervensystems vorliegt&#8221;, sagt Prof. Schatzberg. Beide Neurotransmitter haben eine Schlüsselrolle bei der Signalweiterleitung im Gehirn. Das erklärt auch die potentielle Bandbreite emotionaler und vegetativer/physischer Symptome bei depressiven Patienten. Ein Medikament, das alle Symptome einer Depression bekämpfen soll, muss daher zwei Wirkprinzipien haben.<br />
„Die neueste Generation der Antidepressiva versucht, Bezug nehmend auf diese neurophysiologischen Erkenntnisse, Defizite der Schwerpunktsubstanzen Serotonin und Noradrenalin auszugleichen&#8221;, erklärt Prof. Kasper das duale Wirkprinzip neuer Antidepressiva. „Dieser duale Wirkungsmechanismus zielt unter anderem auf die Beseitigung sowohl der emotionalen als auch der physischen Symptome der Depression ab.</p>
<p>
<div><strong></strong></div>
</p>
<p><strong></p>
<dl id="attachment_133" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-133" title="depression_22319" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/depression_22319.jpg" alt="karladjean" width="480" height="500" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 490px">karladjean</dd></dl>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>„Deshalb&#8221;, so fasst Prof. Schatzberg zusammen, „ist ein genaues Anamnesegespräch bei unspezifischen Schmerzzuständen erforderlich. Die Verschreibung eines Antidepressivums mit dualer Wirkungsweise kann sowohl die Depression als auch dazu auftretende Schmerzzustände bekämpfen und erhöht die Chance auf Krankheitsremission.</p>
<p></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sabinefisch.at/2009/04/wenn-der-rucken-fur-die-seele-schmerzt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

