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	<title>Redaktionsbüro Sabine Fisch &#187; Fischismus</title>
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	<description>Medizinjournalistin und Moderatorin</description>
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		<title>Gruseliger Ärztespaß</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 07:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war Fun pur &#8211; gestern abend fand die erste szenische Lesung des Thrillers &#8220;Phase II&#8221; im Wiener Narrenturm statt. Die Vorstellung war ausverkauft, die Lesenden hochmotiviert. Es dreht sich alles um ein neues Medikament, um die Umkehrung des Arzt-Patientenverhältnisses und um die &#8211; immer noch bestehenden &#8211; merkwürdigen Hierarchien in Krankenhäusern. Diesmal am flachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-852" title="Arzt im Chaos 080611" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/Arzt-im-Chaos-0806111-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Es war Fun pur &#8211; gestern abend fand die erste szenische Lesung des Thrillers &#8220;Phase II&#8221; im Wiener Narrenturm statt. Die Vorstellung war ausverkauft, die Lesenden hochmotiviert.</p>
<p><span id="more-851"></span></p>
<p>Es dreht sich alles um ein neues Medikament, um die Umkehrung des Arzt-Patientenverhältnisses und um die &#8211; immer noch bestehenden &#8211; merkwürdigen Hierarchien in Krankenhäusern. Diesmal am flachen Land: Eibl am Wald ist der Schauplatz des Stückes von Wolfgang Pokieser, Pathologe in Wien.</p>
<p>Die handelnden Personen: ein größenwahnsinniger Professor, ein Oberarzt jenseits aller Illusionen, eine eifrige junge Assistenzärztin, eine großmäulige Krankenschwester und eine Kellnerin, die deutlich tiefgründiger ist als sie anfangs scheint. Und natürlich: Zwei Patienten, die im Laufe des Stückes nicht nur imaginäre Hamster sehen sondern auch ihre Ärzte quälen &#8211; und letztlich trotzdem verlieren.</p>
<p>Der Innenhof des Wiener Narrenturms an diesem warmen Frühsommerabend war die perfekte Kulisse für den &#8211; laut Autor &#8211; komischen Ärztethriller. Die SchauleserInnen waren mit Spaß und Engagement bei der Sache &#8211; das Publikum lachte an den richtigen Stellen und spendete am Ende einen Riesenapplaus.</p>
<p>Weitere Vorstellungen am 29. Juni und am 6. Juli. Karten können unter <a href="http://www.narrenturm.at">www.narrenturm.at</a> reserviert werden.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Japan: Atomenergie &#8211; unbeherrschbare Technik</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 08:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Atomenergie]]></category>
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		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einer Woche herrscht Ausnahmezustand. Jeder Morgen beginnt mit neuen Schreckensmeldungen aus Fukushima. Wieder eine Explosion! Rettungsversuche gescheitert! Brände außer Kontrolle. Abgesehen vom unvorstellbaren Leid der Menschen, die im Umfeld des Atomkraftwerks leben macht diese Entwicklung mich wütend &#8211; und sie macht mir Angst. Da wird möglicherweise ein ganzer Landstrich für tausende von Jahren unbewohnbar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einer Woche herrscht Ausnahmezustand. Jeder Morgen beginnt mit neuen Schreckensmeldungen aus Fukushima. Wieder eine Explosion! Rettungsversuche gescheitert! Brände außer Kontrolle.</p>
<p><span id="more-788"></span></p>
<dl id="attachment_790" class="wp-caption aligncenter""><dt><img class="size-medium wp-image-790" title="Chernobyl heute klein 170311" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Chernobyl-heute-klein-170311-326x500.jpg" alt="Mehr als 2.000 Städte und Dörfer rund um das zerstörte Atomkraftwerk Chernobyl sind heute immer noch zerstört und unbewohnbar. Foto: Elena Filatowa" width="326" height="500" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 336px">Mehr als 2.000 Städte und Dörfer rund um das zerstörte Atomkraftwerk Chernobyl sind heute immer noch zerstört und unbewohnbar. Foto: Elena Filatowa</dd></dl>
<p>Abgesehen vom unvorstellbaren Leid der Menschen, die im Umfeld des Atomkraftwerks leben macht diese Entwicklung mich wütend &#8211; und sie macht mir Angst. Da wird möglicherweise ein ganzer Landstrich für tausende von Jahren unbewohnbar. Da versuchen 50 Menschen (freiwillig?) alles, um dies zu verhindern. Da zeigt sich vor allem eines: Atomkraft ist letztlich nicht beherrschbar.</p>
<p>Aber im gestrigen Club 2 moniert ein junger Atomkraftaktivist, dass &#8220;Linke&#8221; und &#8220;Grüne&#8221; die Katastrophe in Japan für ihre Zwecke &#8220;missbrauchen&#8221;. Und in Europa herrscht nach wie vor die Meinung vor, nur mittels Atomkraftwerken könne der immer weiter steigende Energiebedarf gedeckt werden.</p>
<p>Ich frage mich: Was muss denn noch passieren? Wie viele Menschen müssen sterben? Wie viel Land muss unbewohnbar werden &#8211; und wir reden hier nicht von Jahrzehnten, nicht einmal von Jahrhunderten sondern von Jahrtausenden!</p>
<p>Vor 26 Jahren explodierte der Atomreaktor von Chernobyl. Noch heute sind im Umkreis des zerstörten AKW 2.000 Städte und Dörfer unbewohnbar. Wird in Japan das Gleiche passieren?</p>
<p>Es muss doch möglich sein, andere Energieformen nutzbar zu machen, ohne damit die Klimaerwärmung zu beschleunigen. Warum tun sich die klügsten Köpfe nicht zusammen, um ganz neue Energiekonzepte zu entwickeln?</p>
<p>Und wir? Energiesparen heißt das Zauberwort. Geräte vollständig abschalten, wenn sie nicht gebraucht werden (dazu gibt es Steckerleisten mit einem Ausschaltknopf). Prinzipiell überdenken, wann welches Gerät wie genutzt werden soll. Bessere Isolierungen für unsere Häuser, damit weniger geheizt werden muss. Es gibt viele Möglichkeiten, wie jede und jeder ein wenig Energie einsparen kann.</p>
<p>Atomkraft ist nicht beherrschbar. Steigen wir aus!</p>
<p>Nota bene: Vor einigen Tagen war im Kurier eine kurze Umfrage zu lesen. Dabei wurden Menschen &#8220;von der Straße&#8221; befragt, ob sie mehr für Strom zahlen würden, wenn sichergestellt werden könnte, dass kein Atomstrom mehr verwendet wird. Die Antworten waren nicht gerade ermunternd. Ich würde gerne mehr zahlen, wenn das auch bedeuten würde, auf manches andere verzichten zu müssen &#8211; und wenn ich sicher gehen könnte, dass die Energie, die ich verbrauche nicht mittels einer Kraft produziert wird, die &#8211; und das zeigt das Beispiel Fukushima ganz deutlich &#8211; letztlich unberechenbar ist.</p>
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		<title>Für FreundInnen des Genusses &#8211; Casa Caria!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 10:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Genuss]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen ist etwas Wunderbares. Ich bin bekennende Esserin! Am Liebsten natürlich Frisches, Natürliches, Aromatisches. Und da habe ich kürzlich ein großartiges neues Unternehmen entdeckt. Casa Caria nennt sich ein neuer Genussshop, in dem allerlei Köstlichkeiten aus Kalabrien verkauft werden. Das Besondere dabei: Der Geschmack der Öle, eingelegten Gemüse und anderer italienischer Schmankerl ist &#8211; ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Essen ist etwas Wunderbares. Ich bin bekennende Esserin! Am Liebsten natürlich Frisches, Natürliches, Aromatisches. Und da habe ich kürzlich ein großartiges neues Unternehmen entdeckt.<span id="more-784"></span></p>
<p>Casa Caria nennt sich ein neuer Genussshop, in dem allerlei Köstlichkeiten aus Kalabrien verkauft werden. Das Besondere dabei: Der Geschmack der Öle, eingelegten Gemüse und anderer italienischer Schmankerl ist &#8211; ohne Übertreibung &#8211; einfach himmlisch.</p>
<p>Die Österreicherin Brigitte Schmidhuber und ihr italienischer Herzenspartner Mimmo Pagliese haben sich nicht nur partnerschaftlich sondern auch geschäftlich zusammengetan. Sie verkaufen &#8211; seit kurzem wieder in Österreich lebend &#8211; die himmlischen Produkte nun auch hierzulande.</p>
<p>Termine für Verkostungen, den Webshop und diverse Presseartikel finden Sie <a href="http://www.casacaria.com/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Casa Caria &#8211; eine echte Empfehlung für all jene, die gerne genießen.</p>
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		<title>Fischismus: Ein Kind um jeden Preis?</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2011/02/fischismus-ein-kind-um-jeden-preis/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 10:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe keinen Kinderwunsch. Hatte nie einen. Werde, aller Voraussicht nach, auch nie einen haben. Kann also auch nur schwer nachvollziehen, was Menschen antreibt, die unbedingt ein Kind haben wollen. Am Tag nach der Golden Globe-Verleihung las ich in der Zeitung: Nicole Kidman und Keith Urban wurden soeben Eltern einer Tochter. Ich hatte mir gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe keinen Kinderwunsch. Hatte nie einen. Werde, aller Voraussicht nach, auch nie einen haben. Kann also auch nur schwer nachvollziehen, was Menschen antreibt, die unbedingt ein Kind haben wollen.</p>
<p><span id="more-696"></span></p>
<dl id="attachment_697" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-697" title="Kidman, Nicole 020211" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/Kidman-Nicole-020211.jpg" alt="Nicole Kidman wurde zum zweiten Mal Mutter. Foto: Public domain" width="170" height="127" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 180px">Nicole Kidman wurde zum zweiten Mal Mutter. Foto: Public domain</dd></dl>
<p>Am Tag nach der Golden Globe-Verleihung las ich in der Zeitung: Nicole Kidman und Keith Urban wurden soeben Eltern einer Tochter. Ich hatte mir gerade ein paar Bilder vom Red Carpet angesehen – auf dem auch eine extrem schlanke Nicole Kidman zu sehen gewesen war.</p>
<p>Und nachdem es – auch mit dem fiesesten Fitness-Trainer – ja wohl kaum möglich ist, sich zwei Tage nach einer Entbindung rank, schlank, fit und gestylt den FotografInnen zu stellen, hielt ich das Ganze zuerst für eine Falschmeldung.</p>
<p>Wie sich dann aber rasch herausstellte, stimmte es tatsächlich: Das Glamour-Paar hatte wirklich eine Tochter bekommen – diese war von einer Leihmutter ausgetragen worden.</p>
<p>In einem Artikel einer australischen Zeitung hatte Kidman die von ihr bezahlte Leihmutter als „gestational carrier“ bezeichnet – also als „Schwangerschaftsausträgerin“ oder „Brutkasten“.</p>
<p>Die australische Schauspielerin hat selbst vor einigen Jahren ein Kind zur Welt gebracht. Aber sie wollte eben unbedingt noch eines. Und da das auf natürlichem Wege nicht funktioniert, musste es eben eine Leihmutter sein.</p>
<p>Wie geht es einer Frau, die ein Kind neun Monate lang in sich trägt, alle damit einhergehenden körperlichen und seelischen Veränderungen durchmacht, die Bewegungen des Ungeborenen spürt und es schließlich auf die Welt bringt? Ich rede jetzt hier nicht von „heiliger Mutterliebe“. Aber ist es wirklich möglich, nach so langer Zeit ein Kind auf die Welt zu bringen und es dann einfach abzugeben?</p>
<p>Ja, schon klar – ist möglich. Aber wie geht diese Frau damit um? Ist Geld wirklich die Antwort auf diese Frage? Und: Muss wirklich alles gemacht werden, was möglich ist, um sich den Wunsch nach einem Kind zu erfüllen?</p>
<p>Der Wunsch nach einem Kind wird eigentlich nie hinterfragt. Das hat „die Natur“ so eingerichtet. Wenn aber „die Natur“ die Erfüllung dieses Wunsches verweigert, sollte dann wirklich immer alles getan werden, um dennoch unbedingt ein leibliches Kind zu haben? Oder wäre es nicht sinnvoll, sich mit dieser Situation umfassend auseinander zu setzen, Alternativen zu bedenken und sich zu überlegen, wie ein Leben auch ohne ein Kind schön und erfüllt sein kann?</p>
<p>Wer ein Kind will, soll natürlich die Möglichkeit haben, eines zu bekommen. Ich bin die Letzte, die den Fortschritten der Medizin ihre Daseinsberechtigung absprechen will. Wenn es denn aber auch damit extrem schwierig bis unmöglich ist, ein Kind auf den Weg zu bringen, wäre es dann nicht besser, sich in sein Schicksal zu fügen, seine Wünsche zu überdenken, manches neu zu definieren und von diesem Punkt an – eben kinderlos – weiter zu machen?</p>
<p>Nicht jeder Wunsch im Leben kann erfüllt werden. Sich damit einfach nicht abfinden zu wollen, bedeutet Unglück und Stillstand. Und sich eines anderen Menschen wie eines Brutkastens zu bedienen, finde ich fragwürdig.</p>
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		<title>Fischismus: &#8220;Ballfit&#8221; in zehn Tagen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 10:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich diese Überschrift auf der Titelseite des Kuriers in der vergangenen Woche las, dachte ich zuerst, es ginge um Training. Frühlingsfit werden, damit frau wieder Fußball spielen kann, oder Basketball oder whatever. Ich musste mich eines besseren belehren lassen &#8211; der Artikel handeltemitnichten von sportlicher Betätigung &#8211; nein, &#8220;Ballfit&#8221; werden heißt:  Vorbereitung um auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich diese Überschrift auf der Titelseite des Kuriers in der vergangenen Woche las, dachte ich zuerst, es ginge um Training. Frühlingsfit werden, damit frau wieder Fußball spielen kann, oder Basketball oder whatever. Ich musste mich eines besseren belehren lassen &#8211; der Artikel handeltemitnichten von sportlicher Betätigung &#8211; nein, &#8220;Ballfit&#8221; werden heißt:  Vorbereitung um auf Bälle zu gehen.</p>
<p><span id="more-688"></span></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<dl id="attachment_690" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-medium wp-image-690" title="Wer schön sein will, muss leiden? Highheels für den Ballbesuch. Foto: Sabine Fisch" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/Highheels-klein21-500x281.jpg" alt="Wer schön sein will, muss leiden? Highheels für den Ballbesuch. Foto: Sabine Fisch" width="500" height="281" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 510px">Wer schön sein will, muss leiden? Highheels für den Ballbesuch. Foto: Sabine Fisch</dd></dl>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Soweit so interessant. Ich muss ja auch nicht wirklich Fußball spielen, fit mache ich mit selbst mit Sport &#8211; Bälle finde ich, zumindest aus angemessener Distanz &#8211; interessant. Ich schlug den Artikel auf.</p>
<p>Eine ganze Seite widmete sich dem Thema: Optimale Vorbereitung auf den Ballbesuch. Dagegen wäre prinzipiell nichts einzuwenden, aber&#8230; Natürlich gibt es ein Aber.</p>
<p>Also: Wagen Sie es bloß nicht, zum Frack (den natürlich jedermann im Schrank hängen hat, mann weiß ja nie) etwa eine gestreifte Hose zu tragen. Der gehört zum Cut, nicht zum Frack &#8211; und wie konnten wir alle bisher nur ohne diese Information auskommen?</p>
<p>Beim Smalltalk dürfen auf keinen Fall Themen wie Politik oder Religion oder andere Themen, die auch nur ansatzweise ein interessantes Gespräch versprechen, erwähnt werden. Stattdessen sollten Sie darüber sprechen, wie schön Wiens Bälle sind (gähn!!!)</p>
<p>Selbstverständlich ist es verboten, zum langen Kleid flache Schuhe zu tragen. Es MÜSSEN Highheels sein, wahrscheinlich kommt sonst die Ballpolizei und verhaftet sie wegen unbefugten Tragens von Ballerinas.</p>
<p>Das Beste, das Zuckerl des Artikels folgte allerdings zum Schluss. Wie jede Frau weiß, die nicht täglich in Stöckelschuhen herumläuft, goutieren die Füße das lange Tragen derartiger Schuhe nur wenig. Ich hatte mir bis Freitag (da ist der Artikel erschienen) eigentlich gedacht, es wäre sinnvoll, Highheels einige Tage lang einzutragen und am Tag der Tage zusätzlich Gelpolster unter die Ballen zu legen.</p>
<p>Ach ich hoffnungslos altmodischer Mensch. Die Frau von Welt, die auf Bällen die vorgeschriebenen Higheels trägt, geht vorher zum Beautydoc ihres Vertrauens und lässt sich dort (AUA!) Botox oder Hyaluronsäure in die Ballen spritzen (Doppel-AUA). Ich will ja nun nicht gleich mit Nestroy kommen (die Wöd steht auf kan Foi mehr laung), aber diese Idee halte ich zumindest für verhaltensoriginell.</p>
<p>Auf Bälle gehen, sich stylen, schön machen, Spaß haben, tanzen &#8211; alles wunderbar. Aber bitte ohne Spritzen in die Füße und &#8211; wenn diese ob des ungewohnten Tragens der hohen Schuhe schmerzen &#8211; mit einem Paar Ersatzballerinas in der Tasche.</p>
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		<title>Fischismus: Göttliche Marilyn!</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2010/12/fischismus-gottliche-marilyn/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 09:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Das Grosse Frauen Gesundheitsbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern abend lief auf Austria 9 ein wunderbarer alter Film: &#8220;Machen wirs in Liebe&#8221; mit Marilyn Monroe und Yves Montand. Pures Amusement mit den ganz großen der 50er Jahre, wie etwa dem Komiker Milton Berle, dem Tänzer Gene Kelly und dem Sänger Bing Crosby. Und natürlich die göttliche Marilyn! Abgesehen von der Schönheit und Spielfreude [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend lief auf Austria 9 ein wunderbarer alter Film: &#8220;Machen wirs in Liebe&#8221; mit Marilyn Monroe und Yves Montand. Pures Amusement mit den ganz großen der 50er Jahre, wie etwa dem Komiker Milton Berle, dem Tänzer Gene Kelly und dem Sänger Bing Crosby. Und natürlich die göttliche Marilyn!<span id="more-657"></span></p>
<dl id="attachment_658" class="wp-caption alignleft""><dt><img class="size-full wp-image-658" title="Marilyn Monroe klein 021210" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/12/Marilyn-Monroe-klein-021210.jpg" alt="" width="454" height="340" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 464px">Die göttliche Marilyn stand zu ihren Kurven. © 2009 desktop-bilder.com | Designed by Memic Almer</dd></dl>
<p>Abgesehen von der Schönheit und Spielfreude dieser Frau fällt in diesen &#8220;jede Frau muss jung, schön und klapperdürr sein-Zeiten&#8221; vor allem eines positiv ins Auge: Die Frau hatte Kurven und zwar ganz schön viele. Und sie schämt sich nicht dafür &#8211; im Gegenteil &#8211; sie präsentiert sie! Ich finde das großartig. Und es gefällt mir viel besser, als mir all die Hungerhaken anzuschauen, die heute als &#8220;schön&#8221; gelten.</p>
<p>Marilyn war kurvig &#8211; und das ist gut so. Aber ob sie mit ihren Maßen heute diese Berühmtheit erlangt hätte? Bestimmt nicht. Mit Sicherheit wäre ihr nahegelegt worden, doch bitte 15 kg abzunehmen, bevor sie auf der Filmleinwand zu sehen gewesen wäre. Das ist traurig.</p>
<p>Schön ist allerdings, dass &#8211; wenn auch nur selten &#8211; echte Schönheit wenigstens noch in alten Filmen im Fernsehen zu bewundern ist.</p>
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		<title>Fischismus: Ich liebe Fussball</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2010/07/fischismus-ich-liebe-fussball/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 09:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Saulus zum Paulus könnte man sagen. Vor der Fussball-WM war ich in erster Linie sauer: Weil sich die Welt jetzt vier Wochen lediglich um 22 Männer und einen Ball drehen würde. Weil meine geliebten Soaps erst mal für vier Wochen ausfallen würden. Weil mich Fussball eigentlich überhaupt nicht interessiert. Dann begann die Fussball-WM. Bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Saulus zum Paulus könnte man sagen. Vor der Fussball-WM war ich in erster Linie sauer: Weil sich die Welt jetzt vier Wochen lediglich um 22 Männer und einen Ball drehen würde. Weil meine geliebten Soaps erst mal für vier Wochen ausfallen würden. Weil mich Fussball eigentlich überhaupt nicht interessiert. Dann begann die Fussball-WM.</p>
<p><span id="more-564"></span>Bis zum Achtelfinale blieb mein Desinteresse aufrecht. Und weil auch der Liebste kaum schaute, ging die WM &#8211; bis auf die Medienberichterstattung &#8211; eigentlich von mir unbemerkt dahin. Als das Achtelfinale anfing, dachte ich mir: Na, ein Spiel kannst du dir ja mal anschauen. Und dann war ich fasziniert: Uruguay:Südkorea war noch so lala, aber der Fußballkrimi Ghana:USA war schon ein anderes Kaliber. Ich war natürlich für Afrika, demzufolge auch für Ghana, dessen Spielern ich einen Finaleinzug von Herzen gewünscht hätte.</p>
<p>Plötzlich interessierte mich Fussball &#8211; und der Liebste hat einen entscheidenden Vorteil: Er kennt sich gut aus &#8211; und kann gut erklären. Plötzlich begann ich Fussball zu verstehen! Ein Wahnsinn. Ich war begeistert. Die Spiele: Hochklassiger Fussball auf hohem Niveau. Die Schiedsrichterentscheidungen: Unfassbar &#8211; haben die Tomaten auf den Augen?</p>
<p>Die Viertelfinalbegegnung Ghana:Uruguay &#8211; ein Krimi. Unfassbar. Die Emotionen, die Spielzüge, die Begeisterung. Ich will mich über Fussball unterhalten. Ich habe endlich die Abseitsregel kapiert und weiß sogar was passives Abseits ist &#8211; und eine Abseitsfalle.</p>
<p>Und gestern &#8211; die Oranjes! Das erste Tor der Niederländer &#8211; wunderschön! Und das Gegentor &#8211; auch super. Fussball ist Klasse. Und mittlerweile weiß ich auch warum: Fussball ist gut fürs Gehirn. Über Fussball reden macht Spaß und hat so gar nichts mit dem Alltag und all seinen Problemen und Problemchen zu tun &#8211; über Fussball zu reden und Fussball zu gucken räumt das Gehirn auf. Ich verstehe die Männer, plötzlich verstehe ich die Männer: Über Fussball reden ermöglicht hitzige Diskussionen, aber ohne reale Entsprechung. Fussball gucken ist schön &#8211; wenn Weltklassemannschaften spielen. Mit der eigenen Realität hat das nichts zu tun &#8211; und das ist schön.</p>
<p>Ich freue mich schon auf heute abend: Deutschland:Spanien &#8211; und für mich gilt natürlich: Spanien wird Deutschland rauskicken! Ich liebe Fussball.</p>
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		<title>Fischismus: Arigona Zogaij &#8211; oder wie Menschenverachtung buchstabiert wird</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 11:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arigona Zogaij]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist zu einem Symbol geworden, heißt es in den Medien. Ein Symbol, das für eine menschenverachtende, falsche und abzulehnende Politik steht. Arigona Zogaij wird Österreich verlassen. Gnädigerweise darf sie noch das Schuljahr beenden. Arigona Zogaij und ihre Familie sind aber nicht die einzigen, denen ein solches Schicksal drohte oder noch droht. Klammheimlich werden ständig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist zu einem Symbol geworden, heißt es in den Medien. Ein Symbol, das für eine menschenverachtende, falsche und abzulehnende Politik steht. Arigona Zogaij wird Österreich verlassen. Gnädigerweise darf sie noch das Schuljahr beenden.<span id="more-558"></span></p>
<p>Arigona Zogaij und ihre Familie sind aber nicht die einzigen, denen ein solches Schicksal drohte oder noch droht. Klammheimlich werden ständig Familien abgeschoben, in der Nacht, da &#8211; wo es keiner sieht.</p>
<p>Die Reaktionen vieler Menschen auf Flüchtlinge, auf Menschen also, die aus irgendeinem Grund ihr Land verlassen mussten, widert mich an. Mir kommt das Kotzen, ich möchte heulen vor Wut. Wer maßt sich an zu beurteilen, warum ein Mensch sein Heimatland verlässt? Wer maßt sich an, zu behaupten, jemand sei &#8220;illegal&#8221; eingereist.</p>
<p>Niemand geht gerne von zu Hause weg. Deswegen heißt es ja auch &#8220;zu Hause&#8221;. Dort, wo man alles kennt, wo man die Sprache versteht, seine FreundInnen und die Familie hat. Ist das wirklich so schwer zu verstehen für so viele ÖsterreicherInnen?</p>
<p>Wenn man Hunde quält, ihnen weh tut, dann beißen sie irgendwann schon zu, bevor sie noch geschlagen werden &#8211; man nennt solche Tiere auch &#8220;Angstbeißer&#8221;.</p>
<p>Dieses Wort fällt mir ein, wenn ich die unglaublichen Meinungen vieler ÖsterreicherInnen zum Thema &#8220;Ausländer&#8221; höre. Es seien &#8220;zu viele&#8221; im Land. Sie würden sich &#8220;durchschmarotzen&#8221;. Und &#8220;die Afrikaner sind sowieso alle Drogendealer&#8221;.</p>
<p>Was ist das Anderes als eine &#8211; meiner Ansicht nach &#8211; völlig unbegründete Angst davor, eigenen Besitz zu verlieren? Etwas abgeben zu müssen von dem ohnehin zu vielen, was wir haben? Das ist lächerlich, es ist falsch, es ist krank.</p>
<p>Menschen, wie die Zogaijs, die hier stellvertretend für all jene stehen sollen, von denen in den Medien nicht berichtet wird, Menschen wie die Zogaijs nehmen überhaupt niemandem etwas weg. Im Gegenteil: Sie geben noch dazu. Niemand verliert etwas durch diese Menschen, niemand muss seinen Besitz mindern, weil Flüchtlinge sich in Österreich integrieren.</p>
<p>Gestern war eine Demonstration in Wien. Am Heldenplatz versammelten sich viele tausend Menschen, um ein öffentliches, ein sichtbares Zeichen für Menschen wie Arigona Zogaij zu setzen. Ich war da. Ich habe zugehört und mir wurde schwer ums Herz. Nicht wegen der Demonstration, natürlich nicht. Aber: Weil so eine Demonstration notwendig ist. Weil es in einem reichen, sicheren Land wie Österreich Menschen gibt, viele Menschen, die meinen, sie müssten andere Menschen von ihren Fleischtöpfen vertreiben. Und weil &#8220;nur&#8221; ein paar Tausend sich am Heldenplatz versammelt haben, um sich gegen diese Sichtweise zu stellen.</p>
<p>&#8220;Ich möchte heute hier nicht stehen müssen&#8221;, sagte die &#8211; übrigens großartige Rednerin &#8211; ehemalige ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha in ihrer gestrigen Rede am Ballhausplatz. Ich mochte auch nicht. Aber manchmal muss man müssen, auch wenn man nicht möchte &#8211; und die österreichische Politik in diesem Zusammenhang menschenunwürdig, zynisch und verachtend findet.</p>
<p>PS: Ein Wort noch zum Thema &#8220;Wirtschaftsflüchtling&#8221;. Ich kann es nicht mehr hören. Was soll das heißen &#8220;Wirtschaftsflüchtling&#8221;? Ausgesprochen wird es immer mit einem leicht verachtenden Unterton. Wenn ein Mensch, der in seiner Heimat keine Zukunft für sich und seine Familie sieht, weil er kein Geld verdienen kann, sich nichts aufbauen kann, ja, wenn das Leben einfach nicht lebenswert ist. Und wenn ein Mensch deswegen seine Heimat verlässt, um in einem anderen Land als Flüchtling Aufnahme zu finden, und die Möglichkeit, sich ein lebenswertes Leben aufzubauen &#8211; was zum Henker ist daran falsch?</p>
<p>Ich lebe in einem Land, in dem niemand auf mich schießt, in dem ich nicht täglich aufs Neue um mein Essen kämpfen muss. Ich musste überhaupt noch nie hungern. Immer wohnte ich in menschenwürdigen Umständen, immer durfte ich meine Meinung sagen. Immer hatte ich die Möglichkeit, mit dem was ich gerne tue, Geld zu verdienen (natürlich viel zu wenig, aber das ist eine andere Geschichte). Ich lebe gern in Österreich. Aber ich kann nichts dafür. Ich habe mir nicht ausgesucht, hier geboren zu werden. Und Menschen, die aus wirtschaftlichen oder sonst irgendwelchen Gründen zu uns flüchten, die haben sich auch nicht ausgesucht, wo und unter welchen Umständen sie geboren worden sind.</p>
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		<title>Fischismus: Lügen in der Lugner-City</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 07:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Journalistinnen haben mal frei. Das ist schön, und die gewonnene  Zeit wird beispielsweise damit verbracht, den Kühlschrank aufzufüllen. Und weil der Supermarkt unseres Vertrauens gerade umbaut &#8211; und der einzige andere Supermarkt in der Nähe,  der glutenfreie Produkte führt, in der Lugner-City ist, machten mein Liebster und ich uns Samstag Mittag auf den Weg. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Journalistinnen haben mal frei. Das ist schön, und die gewonnene  Zeit wird beispielsweise damit verbracht, den Kühlschrank aufzufüllen. Und weil der Supermarkt unseres Vertrauens gerade umbaut &#8211; und der einzige andere Supermarkt in der Nähe,  der glutenfreie Produkte führt, in der Lugner-City ist, machten mein Liebster und ich uns Samstag Mittag auf den Weg. Und erlebten einen Einkaufsbummel, der für einen Horrorfilm geeignet gewesen wäre.<span id="more-531"></span></p>
<p>Ein wunderschöner, sonniger Frühlingssamstag. Mein Liebster und ich begeben uns in die Lugner-City, um Lebensmittel einzukaufen. Die Lugner-City &#8211; unendliche Weiten, wir schreiben das Jahr 19xx. Was uns als erstes auffällt, sind massenhaft PolizistInnen, die im ganzen Einkaufszentrum ihre Runden drehen. Bevor wir uns in den Supermarkt aufmachen, frage ich eine Polizistin nach der massiven Präsenz. Und bekomme &#8211; freundlich &#8211; die Auskunft: Frau Rosenkranz kommt gleich zu einer Wahlkampfveranstaltung!</p>
<p>Frau Rosenkranz, das ist die Rechtspolitikerin, die allen Ernstes glaubt, dass sie das was sie in der Schule gelernt hat, von sämtlichen weiteren Denk- und Lernprozessen bezüglich der österreichischen Geschichte für alle Zeit befreit. Wir bekamen einen Schreck.</p>
<p>Was tun? Glutenfreie Lebensmittel müssen sein. Also: Nichts wie rein in den Supermarkt und so schnell wie möglich eingekauft. Allein, es gibt kein Entkommen. Schon nach wenigen Minuten hören wir die Stimme des Baumeisters, wie er die Kandidatin für das Amt des/der BundespräsidentIn ankündigt. Und einige Sekunden beginnt die Kandidatin, einem geneigten Publikum ihre originelle Sicht der Dinge auf  Österreichs Politik, AusländerInnen, Heimat, Werte, etc. mitzuteilen.</p>
<p>Sollten Sie am Samstag ebenfalls dagewesen sein und sich gewundert haben, wieso eine erwachsene Frau sich im Supermarkt die Ohren zuhält: Das war ich.</p>
<p>Endlich waren alle Lebensmittel bezahlt und eingepackt. Unseren Würgereiz mit einiger Mühe unterdrückend und extrem angewidert machten wir uns auf dem Weg zum Ausgang.</p>
<p>Vor der Tür zum Einkaufszentrum standen junge Menschen und verteilten Protestflugblätter und Zeitungen. Ich nahm mir ein Flugblatt, meinen Abscheu vor der Veranstaltung im Inneren des Einkaufszentrums kund tuend. Da erzählte mir die junge Aktivistin, die sich gegen die Kandidatin engagiert folgendes: Man hätte sie und ihre vollkommen gewaltlos protestierende Gruppe durch die Security des Einkaufszentrums vor die Tür setzen lassen.</p>
<p>Noch einmal ganz langsam und zum mitschreiben: Da sondert eine äußerst fragwürdige Präsidentschaftskandidatin in einem Wiener Einkaufszentrum vor &#8211; leider &#8211; sehr geneigtem Publikum &#8211; unglaubliche Meldungen ab &#8211; und ausgerechnet jene, die sich für ein Gesellschaftsmodell einsetzen, das keinen Platz für rechtes Gedankengut lässt, werden des Einkaufszentrums verwiesen?</p>
<p>Schämen Sie sich, Baumeister! Wenn unschuldige BürgerInnen schon mit derartig widerlichem Gedankengut, wie es die Bundespräsidentschaftskandidatin absondert, belästigt werden, sollte wenigstens eine Protestmöglichkeit vorhanden seien. Immerhin leben wir in einer Demokratie. Und für all jene, denen dieses Wort fremd geworden ist: Demokratie bedeutet: Herrschaft des Volkes!</p>
<p>Fazit: Wer sich nicht ungestraft von rechtem Gedankengut belästigen lassen will, darf in der Lugner-City nicht mehr einkaufen. So einfach ist das. Und es gilt: Wenigstens für den Liebsten und mich.</p>
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		<title>Fischismus: Vom Leben einer Journalistin</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 09:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute besuchte ich eine Pressekonferenz. Nun, das ist nichts Besonderes, schließlich bin ich Journalistin. Medizinjournalistin um genau zu sein. Deshalb drehte sich die Pressekonferenz auch um ein Gesundheitsthema. Auch das ist jetzt keine bahnbrechende neue Erkenntnis. Was aber eine Gesundheitspressekonferenz mit der KPDSU (für alle glücklichen Spätgeborenen: die kommunistische Partei der Sowjetunion, die 1989 untergegangen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute besuchte ich eine Pressekonferenz. Nun, das ist nichts Besonderes, schließlich bin ich Journalistin. Medizinjournalistin um genau zu sein. Deshalb drehte sich die Pressekonferenz auch um ein Gesundheitsthema. Auch das ist jetzt keine bahnbrechende neue Erkenntnis. Was aber eine Gesundheitspressekonferenz mit der KPDSU (für alle glücklichen Spätgeborenen: die kommunistische Partei der Sowjetunion, die 1989 untergegangen ist) zu tun hat, das möchte ich Ihnen nachfolgend nicht vorenthalten.<span id="more-525"></span></p>
<p>Pressekonferenzen im Gesundheitsbereich können vieles sein: Informativ, wissenschaftlich fundiert, spannend, langweilig, vorhersehbar oder sogar manipulativ. Meist sind sie eine Mischung aus informativ und wissenschaftlich fundiert, mit einer Prise Langeweile und einem Körnchen Manipulation &#8211; speziell dann, wenn Pharmafirmen hinter der Finanzierung der Pressekonferenz stehen.</p>
<p>Die heute Pressekonferenz war so wie eben beschrieben. Alltag für MedizinjournalistInnen eben. Selbstverständlich, so der Veranstalter, eine PR-Firma aus Niederösterreich, seien die gebotenen Informationen informativ und fundiert. Soweit, so gut, so üblich.</p>
<p>Moderiert wurde die Pressekonferenz vom Leiter der PR-Firma. Ebenfalls keine unübliche Sache. Leider moderierte der gute Mann nicht, er polemisierte, was nun wirklich nicht die Aufgabe eines Moderators/einer Moderatorin einer Pressekonferenz darstellt. Hier kurz die Job-Description: Einleiten, mitteilen, worum es heute geht, wer sprechen wird und worüber, Zwischenmoderationen, also Überleitungen zwischen den einzelnen SprecherInnen, aufrufen der fragestellenden JournalistInnen, Verabschiedung.</p>
<p>Mag es in anderen Umfeldern üblich sein, sich als Moderator in den Vordergrund zu spielen, eine wissenschaftlich orientierte Pressekonferenz zum Thema Medizin ist hierfür kein geeigneter Rahmen.</p>
<p>Es kam also zu einer Zwischenmoderation, bei der sich der Moderator nicht zurückhalten konnte. Man sah es dem Mann förmlich an: Er würde platzen, wenn er seine höchstpersönlichen Ansichten (diesfalls zum österreichischen Gesundheitsminister) der geneigten Journalistenmeute nicht zu Gehör bringen dürfe. Und dann gings los: Unterste Schublade: Der Gesundheitsminister, der früher Eisenbieger gewesen wäre und sowieso das Gespräch verweigern würde&#8230; den Rest des Sermons erspare ich Ihnen.</p>
<p>Ich bin keine Sympathisantin des österreichischen Gesundheitsministers. Ich denke aber, in einer Pressekonferenz, in der JournalistInnen &#8211; und das völlig zurecht &#8211; wissenschaftlich fundierte, objektive Informationen erwarten, ist für derartige Polemik kein Platz, im Gegenteil, solches wirkt störend.</p>
<p>Ich meldete mich also, als der polemische Vortrag zu Ende war und teilte dem Moderator und der &#8211; unfreiwillig lauschen müssenden ZuhörerInnenschaft mit, dass ich eine solche Diktion in einem solchen Rahmen für unnötig und fehl am Platze halten würde.</p>
<p>&#8220;Zur Kenntnis genommen!&#8221;, wurde ich vom Moderator angebellt.</p>
<p>Es kam, wie es kommen musste: In der nächsten Zwischenmoderation konnte sich der arme Mann (es musste einfach hinaus &#8211; in der Fachsprache heißt das glaube ich Logorrhoe) wieder nicht zurückhalten: &#8220;Ich werde weiterhin pointiert formulieren&#8221; deklamierte er: &#8220;Wir sind ja hier nicht in der KPDSU!&#8221;</p>
<p>Da musste ich lachen &#8211; und dann nachdenken: Denn was die Forderung nach fundierter, objektiver Information und das Unterlassen polemischer Untergriffe Personen gegenüber, die gar nicht anwesend waren, mit einer Zeit der Repression, der Kontrolle und der bewussten Irreführung einer ganzen Bevölkerung zu tun hat, wollte mir einfach nicht einfallen.</p>
<p>Aber vielleicht können Sie mir das erklären &#8211; Reaktionen via Mail sind ausdrücklich erwünscht!</p>
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		<title>Fischismus: Ausstellung Magdalene Gerischer-Landrock</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 09:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Und gleich noch ein Fischismus in eigener Sache: Am 21. Mai 2010 findet auf Schloss Freiland die Vernissage der Malerin Magdalene Gerischer-Landrock statt. Die 84jährige malt seit ihrer Kindheit, konnte eine Karriere als Künstlerin aufgrund des 2. Weltkrieges, der dadurch notwendigen Flucht und der turbulenten Nachkriegsjahre, erst als Pensionistin wieder aufnehmen. Seither malt die aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und gleich noch ein Fischismus in eigener Sache:</p>
<p>Am 21. Mai 2010 findet auf Schloss Freiland die Vernissage der Malerin Magdalene Gerischer-Landrock statt. Die 84jährige malt seit ihrer Kindheit, konnte eine Karriere als Künstlerin aufgrund des 2. Weltkrieges, der dadurch notwendigen Flucht und der turbulenten Nachkriegsjahre, erst als Pensionistin wieder aufnehmen.<span id="more-515"></span></p>
<p>Seither malt die aus der Batschka (Ex-Jugoslawien) stammende Magdalene Gerischer-Landrock nicht nur eigene Entwürfe, sondern auch Landschaften und Impressionen aus ihrer Kindheit in der Batschka.</p>
<p>Ab 21. Mai können die Bilder von Magdalene Gerischer-Landrock auf Schloss Freiland in Niederösterreich bewundert (und natürlich auch gekauft) werden.</p>
<p>Hier einige Gemälde der Künstlerin:</p>
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<dl id="attachment_517" class="wp-caption alignnone""><dt><img class="size-full wp-image-517" title="Die Weizenernte in der Batschka von Magdalene Gerischer-Landrock" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/Gitarrespielendes-Mädchen-070410.jpg" alt="" width="425" height="319" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 435px">Die Weizenernte in der Batschka von Magdalene Gerischer-Landrock</dd></dl>
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<dl id="attachment_518" class="wp-caption alignnone""><dt><img class="size-full wp-image-518" title="So vergehen die Jahre Die Künstlerin im Selbsportrait 070410" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/So-vergehen-die-Jahre-Die-Künstlerin-im-Selbsportrait-070410.jpg" alt="" width="425" height="319" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 435px">So vergehen die Jahre Die Künstlerin im Selbstportrait</dd></dl>
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<dl id="attachment_519" class="wp-caption alignnone""><dt><img class="size-medium wp-image-519" title="Ansicht von Venedig von Magdalene Gerischer-Landrock 070410" src="http://www.sabinefisch.at/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/Ansicht-von-Venedig-von-Magdalene-Gerischer-Landrock-070410-374x500.jpg" alt="" width="374" height="500" /></dt><dd class="wp-caption-text" style="width: 384px">Ansicht von Venedig von Magdalene Gerischer-Landrock</dd></dl>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Fischismus: Medizinjournalismus lernen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 08:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Summerschool]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal ein Fischismus in eigener Sache: Von 12. bis 17. Juli 2010 veranstalte ich an der Donau Universität Krems die erste &#8220;Summerschool für Medizinjournalismus&#8221;. In kompakter Form werden in fünf Tagen die Grundlagen dieses speziellen Bereichs des Journalismus` vorgestellt, diskutiert und in der Praxis erprobt. Die Idee zu diesem Programm trug ich schon lange mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal ein Fischismus in eigener Sache: Von 12. bis 17. Juli 2010 veranstalte ich an der Donau Universität Krems die erste &#8220;Summerschool für Medizinjournalismus&#8221;. In kompakter Form werden in fünf Tagen die Grundlagen dieses speziellen Bereichs des Journalismus` vorgestellt, diskutiert und in der Praxis erprobt.<span id="more-512"></span></p>
<p>Die Idee zu diesem Programm trug ich schon lange mit mir herum &#8211; allein, es fehlte die Zeit, diese Idee auszuarbeiten. Durch Zufall traf ich bei einer Veranstaltung den Leiter der Donau Universität Krems, Prof. Dr. Gerald Gartlehner. Wir kamen ins Gespräch, ich erzählte von meiner Idee &#8211; und Heureka &#8211; das richtige Gespräch zur richtigen Zeit &#8211; er bat mich, das Programm auszuarbeiten und der Donau Uni anzubieten.</p>
<p>Gesagt &#8211; getan &#8211; nur wenige Wochen später standen Programm und Zeitraum fest &#8211; und nun ist es soweit &#8211; die erste Summerschool für Medizinjournalismus kann starten.</p>
<p>Es ist übrigens (fast) das erste derartige Programm in Österreich. Es existiert zwar eine solche Ausbildung an der Danube Private University, die Summerschool ist allerdings tatsächlich das erste einwöchige Programm zur Grundausbildung. An anderen Universitäten und Fachhochschulen existiert sonst keine derartige Ausbildung.</p>
<p>Dabei ist gerade dieses Fach im Journalismus ein besonders interessantes, aber auch nicht einfaches Fachgebiet. Eine Medizinjournalistin bewegt sich in einem besonderen Feld: Es geht um Krankheiten, mögliche Therapien und Heilungschancen. Wer für Laienmedien schreibt, bewegt sich ständig auf dem schmalen Grat zwischen &#8220;Sensation&#8221; und &#8220;unhaltbaren Versprechungen&#8221;. Wer in Fachmedien veröffentlicht, kennt die vielen unterschiedlichen Player, die die Medizinjournalistin kennen und die sie nutzen kann/muss.</p>
<p>Ein umfassendes Wissen über das österreichische Gesundheitssystem, über die vielen Mitspieler in diesem Bereich und ihre Funktionen ist daher ebenso wichtig für eine gute Medizinjournalistin, wie Fachkenntnisse der Medizin. Eine Medizinjournalistin muss durchaus keine Ärztin sein &#8211; dann allerdings muss sie sich darüber im Klaren sein, dass Medizinjournalismus &#8211; vor allem in den ersten Jahren &#8211; vor allem eines bedeutet: Lernen, lernen, lernen.</p>
<p>Sinnvoll ist der möglichst frühe Aufbau eines guten Kontaktnetzes, um im Falle des Falles auch für schwierige Fragen einen Ansprechpartner/eine Ansprechpartnerin zu haben.</p>
<p>Medizinjournalismus gehört für mich auch noch nach zehn Jahren zum spannendsten Thema im Journalismus. Es ist ein ständiges Lernen, Lesen und nachfragen &#8211; und es wird, je intensiver ich mich auf das Thema einlasse, auch immer interessanter.</p>
<p>Dennoch: Als ich vor rund zehn Jahren begann, mich mit Medizinjournalismus zu befassen, hatte ich keine Ahnung, worauf ich mich einließ. Hätte ich diese Ahnung gehabt, hätte ich es möglicherweise gelassen. Denn die Herausforderungen waren enorm. Ich denke, es wäre sehr hilfreich gewesen, hätte ich die Möglichkeit gehabt, eine Art &#8220;Grundausbildung&#8221; für Medizinjournalismus zu absolvieren.</p>
<p>Nun, diese &#8220;Grundausbildung&#8221; gibt es nun &#8211; in der Summerschool Medizinjournalismus von 12. bis 17. Juli an der Donau Universität Krems. Weitere Informationen dazu finden Sie <a href="http://www.donau-uni.ac.at/de/studium/summerschoolgesundheitsjournalismus/index.php" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Studis aller (Bundes-)länder &#8211; vereinigt Euch!</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2009/11/studis-aller-bundes-lander-vereinigt-euch/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 09:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ging mir das auf die Nerven, wenn ich als Nachgeborene immer wieder von den ach so tollen StudentInnenprotesten der 68er Generation lesen musste. Wie toll das war! Wie man sich engagiert hatte &#8211; und sowieso und überhaupt &#8220;die Jugend von heute&#8221; wolle ja gar nicht mehr provozieren und protestieren &#8211; Schafe seien sie, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ging mir das auf die Nerven, wenn ich als Nachgeborene immer wieder von den ach so tollen StudentInnenprotesten der 68er Generation lesen musste. Wie toll das war! Wie man sich engagiert hatte &#8211; und sowieso und überhaupt &#8220;die Jugend von heute&#8221; wolle ja gar nicht mehr provozieren und protestieren &#8211; Schafe seien sie, die sich alles gefallen lassen würden.<span id="more-359"></span></p>
<p>Jetzt protestieren Sie &#8211; an der Wiener Uni, an den Unis in den Bundesländern &#8211; und jene, die die Politikverdrossenheit der Jugend immerzu anprangern müssen, sollten jetzt erst mal schweigen. Denn von &#8220;Politikverdrossenheit&#8221; kann hier wohl keine Rede sein. Im Gegenteil: Da organisiert sich eine basisdemokratische StudentInnen-Gruppe im AudiMax. Da wird konsequent verweigert, eineN SprecherIn zu benennen. Da wird tatsächlich versucht, mittels basisdemokratischer Instrumente, sinnvoll und wirksam gegen das &#8220;zu Tode sparen&#8221; der österreichischen Universitäten zu protestieren.</p>
<p>Ich bin sehr beeindruckt, wie toll die Protestierenden sich im Netz aber auch in realiter organisiert haben, wie sinnvoll ihre Forderungen klingen und wie kraftvoll hier für bessere Universitäten protestiert wird.</p>
<p>Ich wünsche mir Universitäten, in denen studiert, geforscht und Neues gedacht, geplant und entwickelt wird. Und den protestierenden Studis möchte ich explizit meine Solidarität aussprechen &#8211; und ihnen weiterhin viel Kraft und Durchsetzungsvermögen wünschen.</p>
<p>Wenn auch Sie sich solidarisch erklären wollen, können Sie das <a href="http://unsereuni.at/?page_id=39" target="_blank">hier </a>tun.</p>
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		<title>Was ist schön?</title>
		<link>http://www.sabinefisch.at/2009/10/was-ist-schon/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 07:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Genitalverjüngung]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheitschirurgie]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist es also auch möglich, das Genitale von Frauen zu „verschönern&#8221;. Es reicht nicht mehr, das perfekte Gesicht, den perfekten Busen, einen straffen Bauch und modegerechte Hüften zu haben &#8211; auch das Genitale muss den gängigen Schönheitsvorstellungen entsprechen. Das ist kein Scherz: Der Modetrend „Genitalverjüngung&#8221; aus den USA hat Österreich längst erreicht: Eine rasche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es also auch möglich, das Genitale von Frauen zu „verschönern&#8221;. Es reicht nicht mehr, das perfekte Gesicht, den perfekten Busen, einen straffen Bauch und modegerechte Hüften zu haben &#8211; auch das Genitale muss den gängigen Schönheitsvorstellungen entsprechen.<span id="more-346"></span></p>
<p>Das ist kein Scherz: Der Modetrend „Genitalverjüngung&#8221; aus den USA hat Österreich längst erreicht: Eine rasche Internetrecherche ergab deutlich mehr als eine Handvoll plastischer Chirurgen, die Schamlippenverkürzung, Vaginaverengung und Klitorisversetzung anpreisen. Schönheit, Glück und sexuelle Erfüllung sind die Versprechungen, die Frauen gemacht werden, wenn sie sich einer „Vaginaverjüngung&#8221; &#8211; wie dies beschönigend genannt wird &#8211; unterziehen.<br />
Das Gegenteil kann der Fall sein: Beschädigte Nerven, schlecht vernarbtes Gewebe, Störungen beim sexuellen Empfinden &#8211; alles Ergebnisse der „Intimchirurgie&#8221;.</p>
<p>Abgesehen von diesen handfesten Schäden fragt sich die Autorin: Muss alles, was medizinisch möglich ist auch erlaubt sein? Sollte es ethische Standards geben, die Frauen mit einer Körperwahrnehmungsstörung den Besuch beim Psychotherapeuten nahelegen, bevor sie sich unters Messer legen?</p>
<p>Die renommierte plastische Chirurgin Prof. Dr. Hildegunde Piza nennt die Genitalchirurgie zum Zwecke der „Verschönerung&#8221; eine „Tragödie&#8221; und spricht kritisch von „Wunschmedizin&#8221;. Aber: Wie entstehen Wünsche? Wer setzt die Maßstäbe für Schönheit fest? Und müssen plastische Chirurgen und Chirurginnen tatsächlich jedem Trend folgen?<br />
Antworten bitte an die www.sabinefisch.at</p>
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		<title>Wenn Träume wahr werden&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 11:42:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist nicht schön, sie ist 47 Jahre alt und sie hat einen Traum: Susan Boyle hat sich zur Teilnehme an Britain`s got Talent entschlossen &#8211; und sie hat das Publikum aus seinen Stühlen gerissen. Da steht eine Frau, in einem unmodernen Kleid, mit einer unmöglichen Frisur &#8211; und dann macht sie den Mund auf, beginnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist nicht schön, sie ist 47 Jahre alt und sie hat einen Traum: Susan Boyle hat sich zur Teilnehme an Britain`s got Talent entschlossen &#8211; und sie hat das Publikum aus seinen Stühlen gerissen. <span id="more-245"></span>Da steht eine Frau, in einem unmodernen Kleid, mit einer unmöglichen Frisur &#8211; und dann macht sie den Mund auf, beginnt zu singen und es reißt die Leute von ihren Stühlen! Hören Sie sich das an &#8211; und glauben Sie daran, dass Träume wahr werden können. Hier können Sie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9lp0IWv8QZY" target="_blank">Susan Boyle </a>hören.</p>
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		<title>Der Schöne und die Biest</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 09:32:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Samstag-Beilage zum Kurier, die „Freizeit&#8221;, bringt jede Woche „aktuelle&#8221; Modenews, Berichte über Stars und Sternchen und stellt vor allem eines heraus: Wie Frau auszusehen hat: Das reicht von den Kleidern, die sie tragen &#8211; oder um Himmels Willen! &#8211; auf keinen Fall tragen sollte über Make-Up-Tipps (Frau hat ja am Wochenende auch nichts anderes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Samstag-Beilage zum Kurier, die „Freizeit&#8221;, bringt jede Woche „aktuelle&#8221; Modenews, Berichte über Stars und Sternchen und stellt vor allem eines heraus: Wie Frau auszusehen hat: Das reicht von den Kleidern, die sie tragen &#8211; oder um Himmels Willen! &#8211; auf keinen Fall tragen sollte über Make-Up-Tipps (Frau hat ja am Wochenende auch nichts anderes zu tun) bis hin zu Schmuck, der aber so was von angesagt ist). <span id="more-217"></span>Viel berichtet wird auch über sogenannte „Stil-Ikonen&#8221;, die meist 35kg-schwere Supermodels mit Drogenproblemen sind und über &#8211; meist alte reiche &#8211; Männer mit &#8211; meist sehr jungen, sehr dünnen, sehr hübschen &#8211; Frauen.</p>
<p>Vergangenen Samstag wurde in einem kurzen Beitrag über die Verehelichung des Schweizer Tennisspielers Roger Federer mit Mirka Vavrinec, seiner Freundin, mit der seit dem Jahr 2000 „verbandelt&#8221; ist. So weit, so uninteressant.</p>
<p>Ein Wort war es allerdings, dass mir beim Lesen ins Auge stach: Es lautete „unscheinbar&#8221;. Der Tennisbeau heiratete seine „unscheinbare&#8221; Freundin. Der schöne und die Biest also quasi. Ein Foto der beiden war dem Bericht beigefügt. Roger Federer ist &#8211; je nach Betrachtungsweise und Geschmack &#8211; ein gutaussehender Mann. Und Mirka Vavrinec ist eine hübsche junge Frau.</p>
<p>Allerdings weist sie auch eine ganze Reihe von Attributen nicht auf: Sie ist nicht magersüchtig dünn, sondern hübsch gerundet. Sie ist kein wunderschönes, botoxgespritztes Glamourgirl. Weder brustvergrößert noch schönheitschirurgisch verändert, ist die frischgebackene Ehefrau des Tennisstars vor allem eines: Eine gut aussende Frau, die seit mehr als acht Jahren mit Roger Federer lebt.</p>
<p>Unscheinbar &#8211; ein Wort wie eine Pistolenkugel. Kein Wunder, dass bereits 13jährige Mädchen meinen, Diät halten zu müssen, dass 18jährige sich zum Abitur einen größeren Busen wünschen und dass 25jährige sich überlegen, ihre „Falten&#8221; mit Botox aufspritzen zu lassen. Schließlich scheint es unmöglich zu sein, dass ein international bekannter und gefeierter Tennisspieler eine ganz normale Frau heiratet &#8211; wo kommen wir denn da hin?</p></p>
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		<title>&#8220;Des geht net!&#8221; &#8211; Kundenservice in Österreich</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 19:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wasserhahn in der Küche gibt an Stellen Wasser ab, an denen er das nicht sollte. Unmengen von Wasser. Die Überflutung der Küche droht. Anruf beim Hausinstallateur: „Es wäre schön, wenn sie sich das anschauen könnten, vielleicht muss ja nur ein Dichtungsring ausgetauscht werden.&#8221; „Des wird net gehen!&#8221; Die Antwort vom Mann mit der Rohrzange. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wasserhahn in der Küche gibt an Stellen Wasser ab, an denen er das nicht sollte. Unmengen von Wasser. Die Überflutung der Küche droht. Anruf beim Hausinstallateur: „Es wäre schön, wenn sie sich das anschauen könnten, vielleicht muss ja nur ein Dichtungsring ausgetauscht werden.&#8221;<span id="more-211"></span></p>
<p>„Des wird net gehen!&#8221; Die Antwort vom Mann mit der Rohrzange. Warum das nicht geht? Ganz einfach: Die Armatur wurde eineinhalb Jahre zuvor nicht bei ihm, sondern bei einem großen schwedischen Möbelhaus besorgt. „Wir kennan aber gern kumma und das Wasser abdrehen.&#8221; Aha, der Mann hat es gecheckt: Frau am Telefon. Sicherlich zu doof, um selbst den Wasserzulauf abzudrehen. Das Ansinnen abgelehnt. Erneut nach einem Dichtungsring gefragt. „Den gibt&#8217;s für die Armatur net.&#8221; Etwas unwirsch geworden: „Was würde die Installation einer neuen Mischbatterie kosten?&#8221; „Na, mit Wegekosten rund 250 Euro.&#8221; Aha, alles klar.</p>
<p>Zwei Tage später: Bei einem großen Lebensmitteldiskonter Getränke zur Lieferung nach Hause bestellt. Viele Getränke, große Bestellung. Beim Liefertermin verschaut: Vor 18 Uhr ist niemand zu Hause. Liefertermin ist aber 17 bis 21 Uhr. Beim Kundenservice des Lebensmittelladen angerufen. Problem erläutert und die Frage: „Könnte man den Liefertermin eine Stunde nach hinten verschieben?&#8221; Antwort? Das ist nicht schwierig zu erraten, oder? „Des geht jetzt nimma.&#8221; Es ist 11 Uhr vormittags.</p>
<p>Freundlich geblieben. Nicht aufgejault. Frage gestellt: „Wenn Sie nun heute abend mit dem Lieferwagen vor der Tür stehen und es ist niemand zu Hause, ist das jetzt aber auch keine klassische Win-win-Situation oder?&#8221;</p>
<p>In Österreich geht vieles nicht. Kundenservice zum Beispiel. Fast unterschiedslos mit welchem Problem frau bei einer als „Kundenservice&#8221; ausgewiesenen „Kundenabweisungsstelle&#8221; anruft, lautet die erste Antwort &#8211; und zwar fast ausnahmslos: „Des geht net.&#8221; Dann wird nach Gründen gesucht, warum etwas nicht geht, nicht gehen kann, niemals gehen wird. Das ist frustrierend. Warum wird eigentlich nicht versucht, Möglichkeiten zu finden, wie etwas doch gehen kann? Gemeinsam. Freundlich. Nicht abwiegelnd. Das wäre doch eigentlich der Grundgedanke eines „Kundenservice&#8221;; dem Kunden, der Kundin bei der Lösung eines Problems zu helfen.</p>
<p>Den Wasserhahn habe ich schlussendlich übrigens selbst getauscht. War gar nicht schwer. Die neue Mischbatterie kostete 90 Euro. Eine Ersparnis von schlappen 160 Euro.</p>
<p>Und die Dame im Kundencenter des Lebensmittelhändlers? Die hat es nach meiner Rückfrage tatsächlich geschafft, den Fahrer anzurufen, der die Getränkelieferung bringt &#8211; er kommt um 18 Uhr. Wieso geht das eigentlich nicht gleich &#8211; von wegen Kundenservice und so&#8230;.</p>
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		<title>So gelingt der Stress!</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 18:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachtszeit und Stress Er kommt wie Schnee und Matsch im Dezember, wie Punschhütten und Weihnachtsmänner, wie Trubel in den Einkaufszentren: Der Weihnachtsstress. Stress und Weihnachten, Weihnachten und Stress, das gehört zusammen. Und das wird auch schön getrommelt: Aus dem Radio, dem Fernsehen und den Zeitungen: Gefühlt Ende September fängt es an: Sind sie schon im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachtszeit und Stress<br />
Er kommt wie Schnee und Matsch im Dezember, wie Punschhütten und Weihnachtsmänner, wie Trubel in den Einkaufszentren: Der Weihnachtsstress. Stress und Weihnachten, Weihnachten und Stress, das gehört zusammen. Und das wird auch schön getrommelt: Aus dem Radio, dem Fernsehen und den Zeitungen: Gefühlt Ende September fängt es an: Sind sie schon im Weihnachtsstress? Es muss also so sein: Wer vor Weihnachten nicht im Stress ist &#8211; macht irgendetwas falsch!<span id="more-210"></span></p>
<p>Hier eine kleine Anleitung, damit das mit dem Stress vor, während und nach Weihnachten auch ganz sicher gelingt:</p>
<ol>
<li>Fragen Sie jeden erreichbaren Menschen: Und? Bist du schon im Weihnachtsstress?</li>
<li>Besorgen Sie Geschenke prinzipiell am letzten Einkaufssamstag vor Weihnachten in der überfülltesten Geschäftsstraße!</li>
<li>Backen Sie mindestens drei Millionen Kekse!</li>
<li>Kaufen Sie den Christbaum am 24. Dezember um 18 Uhr!</li>
<li>Laden Sie sämtliche Familienmitglieder am heiligen Abend ein!</li>
<li>Besprechen Sie an diesem Abend wichtige Familienprobleme!</li>
<li>Bereiten Sie ein wenigstens sechsgängiges Menü vor, dass mindestens drei Gerichte enthält, die drei Tage lang vorbereitet werden müssen!</li>
<li>Nehmen Sie sich in der Woche vor Weihnachten keinen Tag frei!</li>
<li>Vereinbaren Sie wichtige Geschäftstermine am 23. Dezember!</li>
<li>FÜHLEN Sie sich gestresst!</li>
<li>Sagen Sie sich mindestens achtmal am Tag: „Ich bin so fürchterlich im Weihnachtsstress!</li>
</ol>
<p>Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, können Sie ganz sicher sein, dass auch Sie maximal vom Weihnachtsstress profitieren und garantiert kein entspannendes, ruhiges und glückliches Weihnachtsfest erleben. Dies gilt auch für Ostern, Geburtstage und andere &#8220;Feier&#8221;-Tage!</p>
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		<title>Dreckschwein!</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 18:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Sonntag. Eine Frau. Ein Mann. Ein Hund. Der Hund ist klein &#8211; ein Beagle. Die Sonne scheint. Der Hund bedarf des Auslaufs. Der Heldenplatz ist das Ziel. Das Justizministerium liegt auf dem Weg. Frau und Mann plaudern. Hund läuft fröhlich nebenher. Frau und Mann sind „brave&#8221; Hundebesitzer. Achten darauf, dass der Hund nur an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Sonntag. Eine Frau. Ein Mann. Ein Hund. Der Hund ist klein &#8211; ein Beagle. Die Sonne scheint. Der Hund bedarf des Auslaufs. Der Heldenplatz ist das Ziel. Das Justizministerium liegt auf dem Weg. Frau und Mann plaudern. Hund läuft fröhlich nebenher.<span id="more-209"></span></p>
<p>Frau und Mann sind „brave&#8221; Hundebesitzer. Achten darauf, dass der Hund nur an Hydranten und Pfosten, aber auf keinen Fall an Autos, Hausmauern und Geschäftseingänge pinkelt. Räumen jedwedes Futzerl Exkrement in dafür mitgeführte kleine schwarze Plastiksackerl. Entsorgen diese in dafür vorgesehene Behälter. Ziehen Hund weg, wenn dieser unbotmäßig an Wände pinkeln will. Nehmen Unmut von Hund und ständige Unterbrechung der Unterhaltung deshalb in Kauf.</p>
<p>Hund ist gerissen: Frau und Mann sind in Unterhaltung vertieft. Hund läuft brav und unauffällig nebenher. Mäuerchen, dass das Justizministerium umgibt, riecht für Hund besonders lecker. Hund schaut sich um, Frau und Mann reden noch immer. Hund hebt Bein und lässt ein paar Tropfen an Mäuerchen ab.</p>
<p>Frau bemerkt das Malheur und zieht Hund weg. Malheur ist aber schon geschehen. Nichts mehr zu machen. Frau, Mann und Hund gehen weiter. Plötzlich von hinten: „Dreckschweine!&#8221; Frau und Mann bleiben stehen. Drehen sich um. Erzürnter Mann auf Fahrrad bremst sich vor Frau, Mann und Hund ein und schreit nochmals „Dreckschweine!&#8221;</p>
<p>Frau und Mann sind konsterniert. „Muss Ihr Hund dort hinpinkeln?&#8221; Muss er nicht. Definitiv nicht. Hat er aber. Drei Tropfen.</p>
<p>Frau wird zornig. Verbittet sich Beschimpfung. Wütender Mann steigt von Fahrrad und blockiert Frau und Mann und Hund (dem die ganze Aktion wurscht ist). Wütender Mann mit Fahrrad ergeht sich in Tiraden über bösartige Hundebesitzer, diese Schweine, die die ganze Stadt als Hundewiese benützen: „Die Mauer ist frisch gestrichen!&#8221; Mann mit Fahrrad schimpft weiter. Frau und Mann nehmen Hund und gehen. „Dreckschweine!&#8221; schreit wütender Mann mit Fahrrad hinterher.</p>
<p>Mann beruhigt zornige Frau. Frau und Mann und Hund gehen weiter. Hund zieht an der Leine und will zum Hundeplatz. Frau und Mann stellen fest, dass einen Hund zu besitzen, ein gewisses Maß an Masochismus notwendig macht. Selbst dann, wenn versucht wird. andere Menschen weder durch Hundepipi noch durch kleine, eklig riechende Haufen zu inkommodieren.</p>
<p>Geschimpft und gepöbelt wird trotzdem. Frau, Mann und Hund betreten Hundezone am Heldenplatz. Die ist an diesem Tag leider nicht benutzbar: Wien-Marathon hat Heldenplatz mit Zelten zugepflastert. Nach Entfernung der Zelte: Rückstände von Lebensmitteln, Glasscherben, Bechern, Verbandszeug. Hund ist sauer.</p>
<p>Frau, Mann und Hund gehen nach Hause. Ein schöner Sonntag Nachmittag. Die Sonne scheint&#8230; Und die persönliche Ereigniswelt ist um eine Erfahrung reicher: Auch wer sich bemüht, wird letzten Endes zur Socke gemacht. Freundlich fragen? Miteinander reden? Blödsinn: Gleich losplärren ist besser. Baut ja auch Aggressionen ab. Und: Am besten alles verbieten! Hunde gleich ganz. Dann ist wenigstens Ruhe in der Stadt!</p>
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		<title>Das Ganzkörperkondom, oder&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 18:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>s.fisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeinmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitswahn]]></category>
		<category><![CDATA[Urbaner Mythos]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;wie die richtige Ernährung, Bewegung, Lebensweise und der Verzicht auf alles, was ansatzweise Spaß bringt, eine Gesellschaft von gesunden Methusalems hervorbringen soll. Ein urbaner Mythos geht in der Gesellschaft um. Er lautet ungefähr so: Wenn du ausschließlich das richtige (also gesunde) Essen zu dir nimmst, möglichst jeden Tag Sport treibst, auf Rauchen verzichtest, dich keinerlei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;wie die richtige Ernährung, Bewegung, Lebensweise und der Verzicht auf alles, was ansatzweise Spaß bringt, eine Gesellschaft von gesunden Methusalems hervorbringen soll.<span id="more-208"></span></p>
<p>Ein urbaner Mythos geht in der Gesellschaft um. Er lautet ungefähr so: Wenn du ausschließlich das richtige (also gesunde) Essen zu dir nimmst, möglichst jeden Tag Sport treibst, auf Rauchen verzichtest, dich keinerlei aussetzt und wenig bis keinen Alkohol trinkst, wirst du gesund, schön und fit bleiben und dabei mindestens 120 Jahre alt werden.</p>
<p>Verstehen Sie mich nicht falsch: Natürlich ist es sinnvoll, sich gesund zu ernähren, ebenso wie sich gelegentlich vom Sofa zu erheben und seinem Körper ausreichend Bewegung zu verschaffen. Und rauchen ist verdammt ungesund, ebenso wie zu viel Alkohol. Und es ist der Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit abträglich, sich 10 Stunden pro Tag in die direkte Sonne zu knallen.</p>
<p>Aber: Menschen werden krank. Sie bekommen Krebs, Multiple Sklerose oder andere Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und Demenz. Die derzeit so vielfach propagierte „gesunde Lebensweise&#8221; wird daran nichts ändern. Und wir werden auch nicht alle 120 Jahre alt werden. Dabei haben unsere Gene nämlich ein Wörtchen mitzureden: In unseren inneren Uhren ist recht genau festgelegt, wie alt wir werden können.</p>
<p>Abschließend eine kleine Horrorvision aus der Zukunft:<br />
Österreich 2050: Alle Menschen wagen sich ausschließlich in durchsichtigen Ganzkörperkondomen nach draußen, die besonders beschichtet sind, damit kein Sonnenlicht durchdringt. Atemschutzmasken verhindern das Eindringen auch noch des winzigsten Bakteriums. Gegessen wird ausschließlich biologisch hergestelltes Gemüse und Getreide, das vor dem Verzehr einer ausführlichen Sterilisation unterzogen wurde, damit auch hier kein kleines Krankheitserregerlein eindringen kann.</p>
<p>Rauchen ist bei Todesstrafe verboten, ebenso wie Übergewicht und der Genuss von Alkohol. Das ermöglicht einen Überschuss der Krankenkassen und ärztliche Behandlung für all jene, die sich an die Ganzkörperkondom-Verordnung halten. Von denen sind nämlich 80 Prozent depressiv und müssen Antidepressiva einnehmen und regelmäßig den Psychotherapeuten aufsuchen. Aber das können sich die Kassen dann leisten, denn Menschen, die nicht in die Norm passen, gibt es nicht mehr.</p>
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