Sport und ich? Kein Widerspruch mehr!

Es ist ja so: Ich bin wirklich keine Sportskanone. Also wirklich nicht. Mein von der Natur mir mitgegebenes Wesen ist vielmehr folgendermaßen angelegt: Ich liege auf der Couch und lese. Oder ich sitze vor dem PC und schreibe oder spiele.

Valerie Bönström ist eigentlich Informatikerin. 2005 hat sie Mrs. Sporty erfunden und versucht, Frauen zu mehr Bewegung zu motivieren. (c) Mrs. Sporty

Auf Bewegung, zumal solche, bei der man ins Schwitzen und außer Atem gerät, bin ich einfach nicht angelegt. Das ist die eine Seite. Die andere Seite schaut leider wenig erfreulich aus: Ich werde nämlich älter. Also: Das ist prinzipiell schon erfreulich, bedenkt man die Alternative. Aber: Wenn ich sage, ich werde älter, so bedeutet das natürlich auch, mein Körper wird älter (von meinem Hirn wollen wir jetzt erst einmal gar nicht reden!). Zusätzlich – und um das Ganze noch ein bisschen erfreulicher zu machen – bin ich in den sogenannten Wechseljahren. Das bedeutet im Wesentlichen: Ich schwitze viel, bin mitunter launisch (mein Mann murmelt im Hintergrund etwas von “mitunter?”) und vor allem: Ich nehme zu. Das ist für einen Menschen, der eigentlich mit der Vorgabe “dünn” gebaut wurde, nicht sehr erfreulich.

Auch nicht ganz unwichtig: Der ältere Körper neigt an sich zum Schwächeln. Das können die Schulter sein, die sich plötzlich einfach nicht mehr entspannen wollen und Schmerzen verursachen, aber auch der Rücken tut gern mal ein bisschen weh oder die Beine schmerzen. Dagegen kann man etwas tun. Sollte man sogar. Das, was man dagegen tun kann ist allerdings etwas, das ich bislang mit dem Zeichen gegen den bösen Blick recht erfolgreich abgewehrt habe: Man kann nämlich SPORT machen. Oh meine Göttin! Sport! Ich! Einen größeren Widerspruch gibt es nicht. Ich kann dafür sogar auf eine Reihe von validen Daten zurück greifen. Es gibt eigentlich kaum eine Sportart, die ich nicht schon probiert habe. Das reichte vom regelmäßigen Lauftraining, über Schwimmen und spazieren gehen, bis hin zum Workout via Video zu Hause.

Und: Was soll ich sagen? Ich habe es gehasst. Jede einzelne Sportart, die ich über eine bestimmte Zeit betrieben habe. Jede Minute. Den Schweiß! Die Anstrengung! Den Muskelkater! Nein, so dachte ich bislang, wirklich, Du hast es probiert, es klappt nicht – Du und Sport – das ist einfach eine inkompatible Paarung. Lassen wir das!

Naja, und dann kriegte ich Schulter. Ich bin in meinem Leben bislang von Schmerzen weitgehend verschont geblieben, weswegen mich ein heftiger Schmerz in der linken Schulter erst übellaunig und später dann richtig übellaunig werden ließ. Ich suchte mir also einen Orthopäden. Der Mann heißt Dr. Christian Hieke, hat eine Kassenordi im ersten Bezirk in Wien und ist wirklich zu empfehlen. Er quetschte mich wie ein Flummi (fachfrauisch ausgedrückt: Er wendete manuelle Medizin an) und tatsächlich fing es an, mir besser zu gehen.

Aber: Natürlich kann so etwas jederzeit wieder passieren. Und ich kann Schmerzen echt nicht leiden. Muskeln, dachte ich daher. Muskeln werden dich beschützen. Du musst etwas tun, Frau! Tu etwas! Mach Sport! Zufällig spülte mir meine Facebookseite ein Angebot von Mrs. Sporty in die Timeline. Die schrieben so Sachen wie, “in dreißig Minuten ist das Training absolviert!” – das kam mir entgegen. Bloß nicht mehr Sport machen, als unbedingt notwendig, nee? Also vereinbarte ich einen Probetermin im Studio in der Gudrunstraße. Da kann ich zu Fuß hinlatschen, das ist ein Weg von einer Viertelstunde, da kann ich Hörbuch hören und gleichzeitig schon auf dem Weg Bewegung machen.

Mrs. Sporty Ladies beim Training im Studio in der Gudrunstraße in Favoriten. Links oben ist ein Pixformance-Gerät zu sehen. (c) Mrs. Sporty

Gesagt, getan. Ich traf mich also mit @Thomas Grabensteiner, dem Chef des Studios und erzählte ihm von meiner Begeisterung, endlich wieder einmal Sport machen zu dürfen. Und ja, das war gelogen. Ich berichtete ihm vielmehr, warum ich auf Mrs. Sporty gekommen war, wieso ich überhaupt da war und dass ich eher zum Couchpotatoe als zur Sportskanone tendiere. Das machte dem Mann nichts aus, vielmehr stellte er mir haufenweise Fragen zu mir und erstellte dann einen Trainingsplan für mich.

Mrs. Sporty wurde 2005 von der Deutschen Valerie Bönström gegründet (hier findet Ihr mehr zu ihr: https://www.franchiseportal.at/franchise-journal/storys/interview-mit-valerie-boenstroem-gruenderin-mrs-sporty-international-a-29595.html). Bönström wollte es Frauen ermöglichen, in 30 Minuten, dreimal die Woche dauerhaft fit zu werden. Das ist ihr gelungen. Mittlerweile gibt es europaweit 550 Studios (https://www.mrssporty.at/), die im Franchise betrieben werden. Und seit einiger Zeit wird in diesen Studios nach einer witzigen Methode trainiert: Pixformance wurde von Valerie Bönström entwickelt und setzt funktionelles Training auf spannende Weise in die Praxis um.

Im Prinzip stehe ich dabei vor einem großen Bildschirm, auf dem mein individuelles Trainingsprogramm eingespeichert ist. Eine kleine Karte, mit der ich das Gerät aktiviere, weiß dann: Aha, da steht die Sabine, die will fitter werden, obwohl sie das totale Couchpotatoe ist, das muss man unterstützen – und legt los. Auf dem unteren Bildschirm ist dann eine durchtrainierte Frau zu sehen, die die Übungen vorzeigt (also nicht ich). Auf dem oberen Bildschirm sehe ich mich selbst (und nachdem ich beim ersten Mal schreiend davon gelaufen bin, kann ich es mittlerweile ertragen, mich beim Training anzusehen). Mit Hilfe eines menschlichen Trainers/einer Trainierin lernt man alle Übungen ganz genau und vor allem richtig durchzuführen. Nach jeder Bildschirmübung wird eine sogenannte “Entspannungsübung” eingeschoben, die aber nur so heißt und genauso anstrengend ist, wie die Pix-Übungen.

Der ganze Parcour wird dreimal absolviert, das sind insgesamt 32 Übungen und dauert 32 Minuten. Dann wird gedehnt – und dann ist man fertig! Das geht echt schnell – und erstaunlicherweise macht es sogar Spaß. Also mir! Es macht mir Spaß, bei Mrs. Sporty zu trainieren. Eigentlich unglaublich, weil mir – ehrsam und schwörsam – in meinem ganzen Leben noch nie irgendeine sportliche Aktivität Spaß gemacht hat. Aber zu Mrs. Sporty gehe ich gerne. Dreimal die Woche, immer um 8 Uhr morgens – ich bin motiviert.

Resumé: Mrs. Sporty kann was, die Studios sind nur für Frauen (was ich sehr schätze), das Alter der trainierenden Damen bewegt sich zwischen 20 und 90 (ohne Scheiß, eine der Damen, die im Studio in der Gudrunstraße trainiert, ist wirklich so alt) und die Übungen machen Spaß. Eine definitive Empfehlung für alle, die maximalen Erfolg in der geringstmöglichen Zeit zu angenehmen Bedingungen absolvieren wollen.

Unternehmensethik muss mehr sein als nur Marketinggag

Am 9. Juli hatte ich die außerordentliche Ehre, eine Paneldiskussion in der Britischen Botschaft moderieren zu dürfen. Das Thema “Ethik im Gesundheitswesen” – Gastgeberin war die Britische Botschafterin, Susan le Jeune d’Allegeershecque, die die Veranstaltung auch eröffnete. Nachstehend eine Zusammenfassung dieser  – wirklich spannenden – Diskussion unter meiner Leitung: [mehr…]

Shooting Star Kathi Kallauch: Leben im Jetzt mit Blick auf die Zukunft

Kathi Kallauch (c) Anna Schneider

Kathi Kallauch (c) Anna Schneider

Heute geht es hier mal nicht um Medizin sondern um Musik – obwohl: Musik kann ja auch Medizin sein! Ich hatte die große Freude, einen aufstrebenden Star am Musikhimmel interviewen zu dürfen. Sie heißt Kathi Kallauch, ist 26 Jahre alt – und trotzdem schon ein alter Hase im Musikgeschäft. Im Gespräch berichtet sie, warum sie unbedingt Musik machen muss, wie ihr erstes Lied hieß und wie es jetzt – nach dem Release der ersten EP weitergehen soll. [mehr…]

Ebola-Ausbruch: Daten, Fakten, Aktuelles

Schlafende Flughunde - wahrscheinlich die Hauptwirte für Ebola (Symbolfoto). (c) aussiegall , Uploaded by russavia) [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC-BY-2.0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHanging_Out_(3725635607).jpg">via Wikimedia Commons</a>

Schlafende Flughunde – wahrscheinlich die Hauptwirte für Ebola (Symbolfoto). (c) aussiegall , Uploaded by russavia) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rund 1.600 Menschen, die sich mit dem Ebola-Virus infiziert haben, sind bislang in Afrika erkrankt. Etwa 900 von ihnen sind bereits verstorben. Verschärft wird die Lage, weil nun erstmals auch Krankheitsfälle in großen Städten wie etwa Lagos/Nigeria aufgetreten sind. Die Erkrankung ließ sich bislang nur erfolgreich eindämmen, wenn die Betroffenen streng isoliert wurden.

 

 

 

Ebola-Virus (c) CDC/ Dr. Frederick A. Murphy

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Brustkrebs aktuell: “Panik ist nicht angezeigt!”

ABCSG-Präsident und ausgewiesener Brustkrebschirurg; Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant

ABCSG-Präsident, ausgewiesener Brustkrebschirurg; Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant. Quelle: Meduni Wien

Wer die Diagnose Mammakarzinom erhält will begreiflicherweise alles tun, um wieder gesund zu werden. Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, Leiter des Brustgesundheitszentrums am Wiener AKH und Chef der österreichweit größten Studiengruppe zu dieser Krebsform rät allerdings zu größtmöglicher Gelassenheit – und dem Einholen einer zweiten Meinung. [mehr…]